Preußen-Kapitän Sebastian Pommerin (links) und seine Mitspielern stehen derzeit vor einer ungewissen Zukunft. © Günther Goldstein
Fußball

Plötzlich ohne Trainer: „Legendäre“ Abende werden den Preußen-Spielern fehlen

Die Nachricht vom Rücktritt des Trainerteams erreichte die Spieler von Preußen Lünen ebenso unvorbereitet wie den Vorstand. Dabei waren einige Spieler gerade wegen des Trainers zum SVP gekommen.

Der Umbruch, den das Duo Stefan Urban und Kevin Rehkopp beim SV Preußen Lünen in den vergangenen beiden Jahren managen musste, war groß. Dennoch entstand zwischen Mannschaft und Trainerteam eine enge Bindung. Gerade deshalb sorgt das baldige Ende der Zusammenarbeit auch bei den Spielern für ein ungutes Gefühl.

Auch abseits des Platzes großer Zusammenhalt

„Das Trainerteam hat aus der anfangs tatsächlich etwas zusammengewürfelten Mannschaft ein gutes Team geformt und gerade vor Corona hatten wir einen wirklich ordentlichen Lauf“, konstatiert Preußen-Kapitän Sebastian Pommerin am Dienstagabend (2.2.). Doch gerade angesichts der in weiten Teilen positiven Entwicklung seien auch die Spieler von der Entscheidung überrascht worden.

„Die Mannschaft ist im Laufe des Wochenendes informiert worden und für uns ist der Abgang von Stefan und Kevin gerade deshalb auch so schmerzhaft, weil es auch privat eine super Beziehung war“, betont Pommerin. So habe man auch abseits des Platzes regelmäßig etwas unternommen. Aus diesem Grund sei es nicht einfach, den Abgang von Urban und Rehkopp zu kompensieren.

„Wir haben ab und zu auch am Wochenende mal bei Stefan zuhause gesessen und wirklich legendäre Abende verbracht. Das wird natürlich fehlen“, erklärt der Mittelfeldspieler. Zudem seien gerade der Elan und das sportliche Verständnis, mit dem das scheidende Trainerduo die Trainingsarbeit gestaltet habe, sehr hilfreich und förderlich gewesen.

Gespräche mit Spielern laufen beim SV Preußen Lünen

Große Fußstapfen also, die da auf einen möglichen Nachfolger warten. Doch noch ist es nicht soweit, denn sollte die derzeit unterbrochene Spielzeit noch einmal aufgenommen werden, stehen den Preußen interessante Wochen und Monate ins Haus. „Auch wenn es ein Abschied auf Raten sein wird, werden wir als Mannschaft auf jeden Fall Vollgas geben, wenn es denn weitergehen kann. Und zwar jetzt erst recht“, betont der 28-Jährige.

Unterdessen wird auch fernab der Trainerposition bereits an der Personalplanung für die neue Saison gearbeitet. So spreche der Preußen-Vorstand laut Pommerin derzeit mit den einzelnen Spielern, um abzuklären, wie es um die persönliche Zukunft bestellt ist. Dabei spiele auch der Umstand eine Rolle, dass einige Spieler gerade wegen des Trainerteams zu den Schwarz-Weißen gekommen waren.

„Es werden jetzt Gespräche geführt und dann muss man schauen, wie es bei den einzelnen Spielern weitergeht. Aber da ist natürlich auch die Trainerfrage ein entscheidender Faktor“, so der Kapitän. Sicher ist also: Das Trainerduo Urban/Rehkopp zu ersetzen, wird augenscheinlich kein einfaches Unterfangen.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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