Paul Mantei ist bei Westfalia Wethmar vor einem Jahr vom Platz auf die Trainerbank gewechselt. © Timo Janisch
Fußball

Paul Mantei coacht seit einem Jahr Westfalia Wethmar – und schließt ein Comeback nicht aus

Die ersten zwölf Monate als Trainer hat Paul Mantei hinter sich. Im Interview spricht er über den Wechsel vom Spielfeld an die Seitenlinie und mögliche Comeback-Ambitionen.

Seit einem Jahr ist Paul Mantei Trainer bei der U23 des TuS Westfalia Wethmar. Kurz zuvor hatte er nach seinem zweiten Kreuzbandriss seine aktive Spielerkarriere beendet und das überraschende Angebot der Westfalia angenommen, gemeinsam mit Dominik Ciernioch die U23 zu coachen.

Im Interview mit den Ruhr Nachrichten spricht Mantei (24) über sein erstes Jahr an der Seitenlinie und die Möglichkeit, doch noch selbst auf den Platz zurückzukehren.

Paul Mantei, seit ziemlich genau einem Jahr sind Sie Teil des Trainerteams der U23. Wie viel Freude bereitet Ihnen das Trainerdasein, auch wenn die Arbeit auf dem Platz ja immer wieder unterbrochen wurde?

Es kam ja in der Tat sehr überraschend. Aber seitdem wächst man immer mehr rein. Man sammelt Erfahrungen und macht vielleicht auch Fehler, aus denen man lernen muss. Das macht unglaublich Spaß.

Sie bilden gemeinsam mit Dominik Ciernioch ein Team. Welche Aufgaben fallen in Ihren Bereich?

Es ist ein Trainerteam, in dem wir auf einer Ebene arbeiten, wo aber „Dome“ die finale Entscheidung treffen würde, wenn es dann doch mal zu einer Meinungsverschiedenheit kommt. Wir sprechen uns viel ab, jeder plant ein bisschen von jeder Einheit. Ich mache oft die letzte Ansprache, bevor es raus auf den Platz geht.

Im Interview vor einem Jahr sagten Sie, Sie wüssten noch nicht, was für ein Trainertyp Sie sein würden. Wie beantworten Sie diese Frage, nachdem Sie sich ein Jahr lang selbst erlebt haben?

Ich versuche immer, auf einer Wellenlänge mit den Jungs zu sein. Aber in Momenten, wo es notwendig ist, kann ich auch emotionaler sein. Ich will daran anknüpfen, was mir als Spieler gefehlt oder was mich vorangebracht hat. Ich bin aber auch eigentlich immer für einen Spaß zu haben. Wenn es dann raus auf den Platz geht, soll es allerdings nur um Fußball gehen.

Ebenfalls vor einem Jahr sagten Sie, dass Sie sich in Sachen Lizenzen – die C-Lizenz besitzen Sie bereits – fortbilden wollen. Da war die Corona-Pandemie mit ihren Folgen noch nicht absehbar. Was war in dieser Hinsicht 2020 möglich?

Da muss ich ganz ehrlich sagen, dass nichts passiert ist bis hier hin. Der Gedanke ist aber noch präsent.

Wie sehen Ihre Gedanken um Ihre eigene Karriere aus? Bleibt es da bei dem Schlussstrich?

Ich habe in dem Jahr ohne Fußball gemerkt, dass es fehlt. Bei der einen oder anderen Spielform hat es doch noch gezwickt, da musste man sich zurückhalten. Um die Zukunft schwirren noch einige Gedanken.

Über den Autor
freier Mitarbeiter
Amateursportler bewegen vielleicht weniger Menschen als die Profis, dafür aber umso intensiver. Sie schreiben die besseren Geschichten - vor allem im Ruhrgebiet. Diese zu erkennen und aufzuschreiben, darum arbeite ich seit 2017 für Lensing Media. Darüber hinaus Handballtrainer im Jugendbereich. Gebürtig aus Lünen.
Zur Autorenseite
Avatar

Dorsten am Abend

Täglich um 19:00 Uhr berichten unsere Redakteure für Sie im Newsletter über die wichtigsten Ereignisse des Tages.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.