Die Zeit von Stefan Urban als Preußen-Trainer neigt sich dem Ende entgegen. © Timo Janisch
Fußball

Noch-Trainerteam von Preußen Lünen äußert sich zu Rücktritts-Gründen

Im Sommer ist Schluss. Trainer Stefan Urban und sein Co Kevin Rehkopp verlassen den SV Preußen Lünen. Eine Entscheidung, die mehrere Gründe hat und den Verantwortlichen nicht leicht gefallen ist.

Die Nachricht kam am Montagmittag (1.2.) wie aus heiterem Himmel: Das Duo Stefan Urban und Kevin Rehkopp wird ab Sommer nicht mehr als Trainerteam des A-Ligisten SV Preußen Lünen fungieren. Nach drei Jahren im Verein endet die Zeit für Urban und seinen Co-Trainer früher als so mancher im Klub gedacht haben mag. Dabei hatte sich das Gespann einst bewusst für die Aufgabe bei den Preußen entschieden.

Großer personeller Umbruch zu Beginn

Es sei von Beginn an eine „Mammutaufgabe“ gewesen, erklärt Noch-Trainer Stefan Urban im Rückblick auf seine Zeit bei den Horstmarern: „Wir haben damals angefangen, aus vielen neuen und vor allem jungen Spielern eine schlagkräftige Truppe zu formen. Das hat wirklich Spaß gemacht und ich glaube, dass uns das in den letzten zwei Jahren auch gelungen ist“, so Urban.

Man habe den personellen Umbruch durchaus hinbekommen und gerade auch aus diesem Grund habe das Duo die endgültige Entscheidung, die Preußen im Sommer zu verlassen, keinesfalls leichtfertig getroffen. „Wir haben viel Zeit und Herzblut in die Arbeit mit der Mannschaft gesteckt und deshalb ist der Abschied für uns auch wirklich emotional“, betont der 42-Jährige.

Auch Kevin Rehkopp wird seinen Posten als Co-Trainer der Preußen räumen.
Auch Kevin Rehkopp wird seinen Posten als Co-Trainer der Preußen räumen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Dennoch sei er gemeinsam mit Rehkopp zu dem Entschluss gekommen, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht möglich sei. Dabei habe letztlich nicht „ein großer Knall“ den Ausschlag gegeben, „es waren stattdessen einfach viele kleinere Punkte, die dazu geführt haben, dass wir den Trainerposten aufgeben werden“, erklärt Urban.

Schlussendlich seien es dem Noch-Trainer zufolge sowohl strukturelle Dinge im Verein, als auch Diskussionen über die zukünftige sportliche Ausrichtung gewesen, die einen Rücktritt unumgänglich gemacht hätten. Weiter ins Detail gehen wolle er allerdings nicht. Dies seien laut Urban Dinge, die intern behandeln werden müssten. Zeitgleich betont er aber: „Wir und der Verein gehen auf jeden Fall vernünftig auseinander.“

Duo will auch in Zukunft zusammenarbeiten

An einen möglichen Plan für die Zukunft habe der 42-Jährige indes noch keinen Gedanken verschwendet. Das gilt auch für seinen Co-Trainer Kevin Rehkopp. Letztlich habe die schwierige Perspektive mit dem Verein durchaus eine wichtige Rolle bei der Entscheidung gespielt. „Es ist einfach eine komplizierte Situation und wir wissen jetzt auch noch nicht, wie es nach dem Sommer möglicherweise weitergehen könnte“, unterstreicht Rehkopp.

Einzig die Tatsache, dass das Trainer-Duo bei einem möglichen neuen Job ebenfalls zusammen agieren werde, stehe fest, so der Co-Trainer: „Wenn wir einen anderen Posten übernehmen sollten, können wir uns auf jeden Fall vorstellen, dass auch wieder gemeinsam zu machen.“

Und was bedeutet der angekündigte Abgang nun für die aktuell ohnehin ungewisse Situation? „Da gibt es keinen Zweifel“, betont Urban, „sollte die unterbrochene Spielzeit noch einmal aufgenommen werden, ziehen wir das natürlich zusammen mit der Mannschaft durch!“

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
Zur Autorenseite
Marius Paul

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.