In diesem Jahr wird Kamil Jablonski nun endgültig bei keinem Iron Man starten. © Kamil Jablonski
Triathlon

„Man ist ein stückweit müde im Kopf“: Kamil Jablonski sagt letzten Ironman-Termin ab

Seit Monaten bangte Kamil Jablonski immer, ob er dieses Jahr noch bei einem Rennen starten würde. Nun steht fest, dass die Saison für ihn beendet ist. Obwohl der Iron Man in Portugal stattfindet.

Immer wieder musste der Lüner Kamil Jablonski seine Renntermine ändern oder aufschieben. Immer wieder wurde ihm wegen Corona ein Strich durch die Rechnung gemacht. Deshalb wagte er einen letzten Versuch, beim Iron Man in Portugal am 7. November zu starten. Nun steht fest, dass er es nicht macht.

„Ich habe das aus freien Stücken entschieden“, sagt Jablonski am Montag. Der Großraum Lissabon ist von der Bundesregierung und vom Robert-Koch-Institut zum Risikogebiet erklärt worden. Eine Situation, die für den Werner Triathleten nicht vereinbar ist: „Ich hätte danach in Quarantäne gehen müssen und das wäre mit dem Beruf nicht vereinbar gewesen. Ich konnte auch keinen Urlaub hinten dranhängen“, so Jablonski, der bei der Polizei arbeitet.

Obwohl die Corona-Zahlen auch in Portugal stark ansteigen, soll das Rennen in Cascais aber stattfinden. Ob es aber doch noch zur Absage kommt oder die Bundesregierung die Region als Risikogebiet aufhebt, wollte Kamil Jablonski nicht abwarten: „Die Zahlen sprechen eine andere Sprache, sie gehen eher nach oben als nach unten.“

Dennoch scheint er nicht traurig darüber, das Rennen nun abgesagt zu haben: „Ich habe damit meinen Frieden gefunden, es ist eher eine Art Erleichterung.“ Seit November letzten Jahres habe er ohne Pause trainiert. „Da wird man ein stückweit müde im Kopf“, sagt er. Daher werde er sich nun erstmal eine Pause gönnen: „Vielleicht drei Wochen oder einen Monat werde ich jetzt nicht nichts machen, aber eher ohne Plan und wonach mir gerade ist.“

Danach hofft er auf eine neue, bessere Saison. Jablonski hat sich für seinen ersten Iron Man schon angemeldet. Wenn alles gut läuft, startet er im Juni in Hamburg. Wie die kommende Saison für sein Triathlon-Team, die TV Werne Wasserfreunde, aussieht, weiß er noch nicht. „Die Planung dafür beginnt erst Ende des Jahres, die Festlegung der Rennen ist noch später“, sagt er. Daher starten die meisten seiner Teamkollegen erst am 1. Januar mit der Vorbereitung. Für Jablonski zu spät. Er blickt eben schon auf den nächsten Iron Man, „und das ist ja ein bisschen was anderes, als die Ligawettkämpfe“.

Über die Autorin
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1993 in Werne geboren. Habe Geschichte und Religionswissenschaften an der Ruhr-Uni Bochum studiert. Seitdem ich 15 bin bei Lensing Media: Angefangen in der Lokalredaktion Werne, inzwischen fast nur noch als Freie Mitarbeiterin in der Stadtredaktion Dortmund.
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Verena Schafflick

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