Wann dürfen die Volleyballerinnen des Lüner SV wieder jubeln? © Günther Goldstein
Volleyball

Lüner SV wünscht sich für den Volleyball den Modus einer anderen Sportart

Der Westdeutsche Volleyball-Verband befragt seine Vereine, wie die Saison zu Ende gespielt werden soll. Der erste Volleyball-Vorsitzende vom Lüner SV hat eine klare Meinung dazu.

Wie soll die Saison weitergehen? Das beschäftigt die Verbände in verschiedensten Sportarten. Der Westdeutsche Volleyball-Verband (WVV) will dazu die Vereine befragen. Martin Lehnhoff vom Lüner SV hat diesbezüglich eine klare Meinung.

Kollision mit neuer Saison?

„Ich bin eher dafür, dass wir die Saison abbrechen und mit der neuen Saison starten“, sagt der erste Vorsitzende der Volleyballer. Wie der Verein auf die Befragung, die der WVV in den kommenden Tagen durchführt, antworten werde, ist derzeit allerdings noch nicht klar. „Das haben wir noch nicht genau besprochen.“

Martin Lehnhoff, hier noch in seiner aktiven Zeit, ist für einen Saisonabbruch.
Martin Lehnhoff, hier noch in seiner aktiven Zeit, ist für einen Saisonabbruch. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Je länger nicht gespielt werden könne, desto schwieriger sei es, die Saison noch zu Ende zu spielen, findet Lehnhoff. „Ich rechne nicht damit, dass wir vor Ostern wieder in die Halle können. Dann könnten wir erst frühestens im Mai spielen. So könnte es zu Kollisionen mit der neuen Saison kommen.“

Mindestens drei Wochen Vorbereitung bräuchte man, wenn die Spieler nicht kalt in die Turnierphase starten sollten. „Ich weiß nicht, unter welchen Bedingungen wir trainieren könnten. In Osnabrück wird eine Halle zum Beispiel als Impfzentrum genutzt. Da könnte der heimische Verein gar nicht trainieren.“

Manche Teams haben noch gar keine Spiele gemacht

Die Männer-Mannschaft hat in der Oberliga erst drei Spiele gemacht, die Verbandsliga-Frauen vier. Andere LSV-Teams haben dagegen noch gar keine Partien gehabt. Im Jugendbereich gab es zudem erst einen oder zwei Spieltage. Es müssten also noch mindestens fünf Begegnungen gespielt werden, um zumindest die Hinrunde zu absolvieren.

Falls wieder gespielt werden sollte, findet Lehnhoff das Modell, das der Handballverband Westfalen vorgestellt hat, interessant. Wenn dort nicht genug Mannschaften am Spielbetrieb teilnehmen können, wird die Saison abgebrochen und, sobald es möglich ist, eine Aufstiegs- und eine Pokalrunde ohne Absteiger gespielt. Die Vereine können sich dann entscheiden, wo sie antreten wollen.

„Da könnte ich gut mit leben. Bei uns wollen eh nicht viele Teams aufsteigen.“ Sollte nur trainiert werden und es gar keine Spiele geben, könnte es laut Lehnhoff zu einem Motivationsproblem kommen. „Der Sport lebt vom Wettkampf. Es komme nicht viele, nur um zu trainieren.“

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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