Die ersten Planungen für eine weitere Sportanlage im Stadion Kampfbahn Schwansbell sind bereits angelaufen. © Günther Goldstein
Fußball-Westfalenliga

Lüner SV will Sportanlage erweitern – erste Planungen haben bereits begonnen

Das Stadion Kampfbahn Schwansbell des Westfalenligisten Lüner SV soll neben dem Natur- und dem Kunstrasenplatz um eine dritte Anlage erweitert werden. Davon soll vor allem der Nachwuchs profitieren.

Nicht nur in sportlicher Hinsicht ist beim Lüner SV mit dem geplanten Neustart im Sommer derzeit einiges geboten, sondern auch im Umfeld des Vereins tut sich etwas. Nachdem in den vergangenen Wochen und Monaten unter anderem schon das Clubhaus renoviert worden ist, soll im Stadion des Westfalenligisten nun eine weitere Sportanlage entstehen – so zumindest lauten die vorläufigen Pläne.

Erste Ortsbegehung hat schon stattgefunden

Gebaut werden soll ein Kleinspielfeld für das Training der Jugend. Profitieren und spielen sollen darauf insbesondere die Allerjüngsten, die G- und F-Jugend, sprich die unter Siebenjährigen und die unter Acht- und Neunjährigen.

Wegen der Corona-Pandemie mit Schutzmaske, aber auch mit einer großen Metermaß-Rolle ausgestattet, trafen sich in Schwansbell jetzt Vertreter der Stadtverwaltung und des Lüner SV zu einem ersten Termin vor Ort.

Konkret wünsche man sich laut Torsten Block, Sportlicher Leiter der LSV-Jugend, ein Spielfeld, das sich in das vom Verband entworfene „Funino“-Konzept eingliedere. Dieses werde aktuell in einem Pilotprojekt in den Altersklassen von der U 6 bis zur U 11 verfolgt.

Bei der ersten Ortsbegehung waren unter anderem LSV-Platzwart Dieter Marschang, der Sportliche Leiter der Jugend Torsten Block und Bernd Willeke vom Stadtgrün (v.l.) vor Ort.
Bei der ersten Ortsbegehung waren unter anderem LSV-Platzwart Dieter Marschang, der Sportliche Leiter der Jugend Torsten Block und Bernd Willeke vom Stadtgrün (v.l.) vor Ort. © Janning © Janning

Das Konzept stelle auch eine gemeinsame Maßnahme dar, das Ausbildungs- und Talentfördersystem in Deutschland in allen 21 Landesverbänden des DFB weiterzuentwickeln. Nach einigen Testläufen und der ersten Pilotphase in der vergangenen Spielzeit ginge das Modell für G-, F- und E-Jugend in der Saison 2020/2021 in die nächste Stufe.

Pläne werden geprüft und anschließend darüber entschieden

Das Projekt sieht eine besondere Spielform vor, bei der die Jugendmannschaften in kleineren Teams auf kleineren Feldern unterwegs sind. Dabei soll vor allem die Spielintelligenz und die Flexibilität gefördert werden.

„Das Funino-Konzept des Verbandes ist vermutlich die beste Form, um im Fußball Spielintelligenz zu entwickeln. Im neuen Kinder- und Jugendkonzept, das wir als Lüner Junglöwen praktizieren, ist Funino schon ein fester Bestandteil eines jeden Trainings.“

Um den Leistungsdruck zu minimieren, werden, so der Jugend-Vorstand, beim neuen Modell in den betroffenen Altersklassen keine Meisterschaft ausgetragen. Stattdessen seien in Zukunft Turniere mit mehreren Mannschaften und Spielfeldern vorgesehen. Die bisher gemachten Erfahrungen seien sehr positiv.

Nach dieser Aufklärung wurde die Wunschfläche – wo einst das Kopfball-Pendel stand und die Weit- und Hochsprunggrube war – zwischen der Seseke, dem Bahndamm und dem Kunstrasen, vermessen. „Es müsste von der Größe passen“, lautete eine erste positive Bestandsaufnahme. Die Daten werden jetzt in der Verwaltung überprüft und anschließend der Politik zu endgültigen Entscheidung vorgelegt.

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