Die U23 von Westfalia Wethmar bekommt im Sommer einige Neuzugänge. © Günther Goldstein
Fußball

Lüner „Königstransfer“ sieht sich als letztes Puzzlestück – trotz Verletzung

Abermals hat der A-Ligist SV Preußen personell Federn gelassen. Wieder ist es die Westfalia aus Wethmar, die sich beim Nachbarn bedient. Dabei laboriert der Königstransfer noch an einer Verletzung.

Die U23 von Westfalia Wethmar hat in den letzten Wochen einige personelle Veränderungen bekannt gegeben. Laut Trainer Dominik Ciernioch ist dem Klub nun sogar ein echter „Königstransfer“ geglückt.

„Ich glaube, dass Domme – von dem kam ja der Begriff Königstransfer – das auch auf das Menschliche bezogen hat“, erklärt Laurin Stauch, der unter Dominik „Domme“ Ciernioch, Trainer der U23 von Westfalia Wethmar, bereits bei den A-Junioren spielte.

„Das beruht auch darauf, dass ich in der A-Jugend zum Beispiel schon mit Steven Potthoff und Arne Neuhäuser zusammengespielt habe. Ich bin das letzte Puzzlestück, glaube ich“, sagt Stauch. Die besondere Freundschaft zwischen Ciernioch und Stauch sowie deren Kontakt zueinander blieben auch nach Stauchs Wechsel bestehen.

Zuletzt war eine Operation erforderlich

„Ich kehre wegen ihm zurück. Ich habe wirklich Lust wieder unter ihm zu spielen“, sagt Stauch und fügt sofort hinzu: „Stefan (Stefan Urban, Trainer Preußen Lünen, Anm. d. Red.) war auch ein super Trainer. Ich habe mich weiterentwickelt und er hat mir mit seinen Taktiken den Schritt in den Seniorenbereich erleichtert.“

Laurin Strauch hat schon in der Jugend unter Ciernioch trainiert.
Laurin Stauch hat schon in der Jugend unter Ciernioch trainiert. © Westfalia Wethmar © Westfalia Wethmar

Der Abgang Urban habe derweil keinerlei Einfluss auf seine Zukunftspläne gehabt. Für den 20-jährigen Rechtsfuß sei der Wechsel schon länger beschlossene Sache gewesen. „Dennoch ist es traurig, dass sich die Mannschaft so auflöst. Es sind, glaube ich, insgesamt 20 Mann, die gehen“, betont Stauch. Verlassen könnten sich die Preußen aktuell ohnehin nicht auf den 178 Zentimeter großen Außenverteidiger. Beim ersten Training nach dem Lockdown vergangenes Jahr rissen seine Bänder im linken Sprunggelenk.

Stauch musste sich daher vor vier Wochen einer kleinen Operation unterziehen. „Das ist nicht gut zusammengewachsen. Ich hatte eine Schwellung, die gepocht hat“, sagt Stauch. Derzeit beschränkt er sich auf vorsichtiges Gehen, Sport treiben kann er vorerst nicht. „Ich werde mein Bestes geben, wenn ich wieder fit bin, um diese Überschrift zu bestätigen“, sagt Stauch und meint den Begriff: Königstransfer. Er selbst rechnet damit, bis Mitte April wieder genesen zu sein, „aber das entscheidet der Arzt“, so Stauch.

Zweikampfstärke ist durchaus vorhanden

Derweil fordert Trainer Ciernioch von seinem Neuzugang, auf dem Platz fortan körperbetonter zu agieren. „Ohne arrogant klingen zu wollen, kann ich sagen, dass ich eine gewisse Zweikampfstärke an den Tag legen kann“, erklärt der 20-Jährige.

„Ich denke aber, dass ich mich auch nach vorne einklinken kann.“ Hier sieht ihn wohl auch sein neuer Trainer. Obwohl er Rechtsfuß ist, verfügt er über genug Technik im linken Fuß, um sein Potential auch über den linken Flügel vollständig abzurufen. Gern tausche Stauch mit dem jeweiligen Mittelfeldspieler vor ihm die Position und lasse sich nach abgeschlossenem Angriff wieder fallen. „So wie ich mit Domme geredet habe, hat er mich auf der linken Außenposition eingeplant.“

Über den Autor

Der neue Lokalsport-Newsletter für Dorsten

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Dorstener Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.