Für eine Mannschaft des Lüner SV ergab die Aufteilung eine durchaus kuriose Konstellation. © Günther Goldstein
Handball

Ligen-Einteilung steht fest: Mannschaft des LSV „verpasst“ möglichen Aufstieg

Der Handballkreis Hellweg hat den Re-Start terminiert und die Ligen-Einteilungen bekannt gegeben. Dabei kam heraus: Eine Mannschaft des LSV hätte vergleichsweise einfach aufsteigen können.

Der Handballkreis Hellweg macht Nägel mit Köpfen. Nachdem der Kreis vor wenigen Wochen erste Pläne für einen alternativen Spielbetrieb vorgestellt hatte, folgten dieser Tage konkrete Daten. So hat der Kreis nicht nur den Starttermin festgelegt, sondern zeitgleich auch die Ligen-Einteilung veröffentlicht. Mit zum Teil äußert kuriosen Erscheinungen.

Mannschaft entschied sich gegen Aufstiegsrunde

„Im Nachhinein ist es ja fast doof von uns, dass wir unsere zweite Herrenmannschaft nicht für die Aufstiegsrunde gemeldet haben“, erklärt der Handball-Vorsitzende des Lüner SV Sven Weber mit Blick auf die Ligen-Einteilung lachend.

Aufgrund der Tatsache, dass sich für die Aufstiegsrunde der 1. Kreisklasse lediglich die SGH Unna-Massen 3 gemeldet hat, wäre die Möglichkeit, in die Kreisliga aufzusteigen, zumindest vergleichsweise hoch gewesen. „Aber die Mannschaft hat sich letztlich gegen eine Teilnahme am Spielbetrieb ausgesprochen und das ist schlussendlich natürlich auch völlig in Ordnung“, betont Weber.

Lediglich die zweite Damenmannschaft des LSV hatte sich Anfang Februar dazu entschlossen, an einer Aufstiegsrunde teilzunehmen. Für das Team stehen nun ab dem ersten Mai-Wochenende, dem offiziellen Starttermin des Kreises, insgesamt vier Spiele auf dem Programm. In jeweils einem Hin- und Rückspiel trifft die Mannschaft dabei im Derby auf die zweite Mannschaft des VfL Brambauer und den ASV Hamm.

VfL Brambauer hat Hoffnung auf Spielbetrieb

„Wir sind da nicht chancenlos und könnten den Landesliga-Aufstieg durchaus schaffen. Allerdings bezweifle ich, dass der Spielbetrieb überhaupt in seiner geplanten Form aufgenommen werden kann. Wir können auf diesen Termin zwar hinarbeiten, alles andere wird man aber abwarten müssen“, so der LSV-Vorsitzende.

Etwas mehr Hoffnung hat da schon der Vorsitzende des VfL Brambauer Jochen Kindmann: „Ich könnte mir schon vorstellen, dass wir die geplanten Runden tatsächlich durchführen können. Die Hauptsache ist aber natürlich, dass die Infektionszahlen den Hallensport zulassen.“

Sollte der Spielbetrieb über die Bühne gehen können, sieht Kindmann einen engen Kampf um den Landesligaaufstieg. Die Mannschaften seien nah beieinander und letztlich setze er nicht nur im Interesse der eigenen zweiten, sondern auch der dritten VfL-Mannschaft darauf, dass die gegnerischen Mannschaften nicht mit Spielerinnen aus den höheren Ligen aufgefüllt werden.

Keine Spielerinnen aus anderen Mannschaften

„Beispielsweise sind ja auch die Spielerinnen aus den ersten Mannschaften grundsätzlich spielberechtigt. Wir werden allerdings auf jeden Fall mit dem Team spielen, das auch sonst zum Einsatz gekommen wäre und ich hoffe, dass das auch die anderen Vereine so handhaben werden“, unterstreicht der VfL-Vorsitzende.

Vor allem der dritten Mannschaft rechnet Kindmann, der gleichzeitig auch Trainer des Kreisklassen-Teams ist, konkrete Aufstiegschancen aus – gibt es in der vierten Damen des Königsborner SV doch lediglich einen Gegner. Ein Schicksal, das möglicherweise auch auf die zweite Herrenmannschaft des Lüner SV gewartet hätte.

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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