Die Männer-Mannschaft des Lüner SV hat darüber beraten, ob sie in dieser Saison nochmal spielen wollen. © Jürgen Weitzel
Handball

Gleich mehrere Lüner Handball-Teams entscheiden sich gegen alternativen Spielbetrieb

Die Teams des Handballkreises Hellweg mussten sich entscheiden, ob und wie sie in dieser Saison noch spielen wollen. Manche wollen gar nicht, ein anderer Klub hat seine Teams „lustig gemeldet“.

Bis zum 6. Februar mussten sich die Mannschaften des Handballkreises Hellweg entscheiden, ob sie an einer Aufstiegs- oder Pokalrunde teilnehmen möchten – oder sich möglicherweise gar nicht melden. Von einem Lüner Verein haben sich gleich mehrere Mannschaften gegen den alternativen Spielbetrieb entschieden.

Für drei Teams des Lüner SV ist die Saison schon beendet, selbst wenn der Spielbetrieb wie aktuell geplant ab Mai/Juni wieder aufgenommen wird. Die erste und zweite Männer-Mannschaft sowie das dritte Frauen-Team haben sich für keine der zur Auswahl stehenden Runden gemeldet.

„Denen ist das zu heiß. Corona ist ihnen aktuell zu gefährlich“, sagt Sven Weber, Vorsitzender des Lüner SV Handball. „Die ersten und zweiten Männer-Teams hätten eh nur an der Pokalrunde teilgenommen. Wenn wieder gespielt werden kann, dann werden sie aber vielleicht Freundschaftsspiele machen.“

Obwohl es in der Pokalrunde auch nur Freundschaftsspiele geben würde, hätten sich die Mannschaften dagegen entschieden. „Das ist für den Kreis besser. So hat er Planungssicherheit, falls sie schließlich doch gar nicht weiterspielen wollen“, sagt Weber.

In der Aufstiegsrunde werde eher gespielt

Bei der Zweitvertretung der Frauen hätte sich dagegen die Mehrheit für die Aufstiegsrunde zur Landesliga entschieden. „Wenn gespielt wird, wollen sie spielen. Wir wollen ihnen die Chance auf den Aufstieg nicht verwehren.“ Wie die Aufstiegschancen stehen, konnte der LSV-Vorsitzende noch nicht genau einschätzen.

„Wir wissen ja noch nicht, wer gemeldet ist. Vergangene Saison waren sie im Mittelfeld. Die Saison davor haben sie oben mitgemischt.“ Den Vorteil der Aufstiegsrunde sehe Weber darin, dass der Kreis eher dafür sorgen würde, dass diese auch gespielt werde. „Die Beschreibung der Pokalrunde war: Wenn gespielt wird, ist das schön. Wenn nicht, dann ist das auch nicht schlimm. In der Aufstiegsrunde wird eher gespielt.“

Dass aber überhaupt gespielt werden könne, sei für ihn aber noch längst nicht klar. „Machen wir uns nichts vor. Wir fischen im Moment in trübem Wasser“, so Weber.

Patrick Strauch und die Zweitvertretung des VfL Brambauer werden an der Pokalrunde teilnehmen.
Patrick Strauch und die Zweitvertretung des VfL Brambauer werden an der Pokalrunde teilnehmen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Ähnlich sieht das auch Jochen Kindmann. „Wir gehen davon aus, dass gar nicht gespielt wird. Wir sehen das ganz locker. Deswegen haben wir uns lustig gemeldet“, sagt der erste Vorsitzende des VfL Brambauer.

Lustig heißt in dem Fall wohl aus Spaß, denn die zweiten und dritten Männer werden in der Pokalrunde antreten. Da das erste Team sicher in die Verbandsliga aufsteigen müsste, damit die Zweitvertretung auch eine Liga höher spielen könnte, hätte es laut Kindmann keinen Sinn gehabt, sie für die Landesliga-Aufstiegsrunde zu melden.

Die dritte Mannschaft spiele laut dem Vorsitzenden eh nur „Just for fun“, daher die Meldung für die auch als Spaßrunde bezeichnete Pokalrunde. Die zweiten und dritten Frauen werden dagegen um den Aufstieg in die Landes- beziehungsweise Kreisliga kämpfen.

Die beiden ersten Frauen- und Männer-Teams des VfL spielen wie die Oberliga-Frauen des Lüner SV überkreislich und haben noch Zeit, bis sie sich für eine Runde entscheiden müssen.

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Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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