Zu Saisonbeginn setzte Robin Hagenmeyer noch seinen Körper für den VfB Lünen ein. Seit dem Winter spielt er bei Westfalia Vinnum. © Timo Janisch
Fußball

Für Robin Hagenmeyer geht mit dem Wechsel vom VfB Lünen zu Westfalia Vinnum ein Traum in Erfüllung

Kurz dem Ende der Wechselfrist wechselte Robin Hagenmeyer zu Westfalia Vinnum. Dort trifft der Stürmer auf zwei gute Freunde. Von seinem neuen Trainer erhält er ein besonderes Lob.

Lange hat sich der Wechsel von Robin Hagenmeyer vom VfB Lünen zu Westfalia Vinnum hingezogen. Erst kurz vor dem Ende der Frist wurde er offiziell und von viel Unruhe begleitet. Umso glücklicher ist der Neuzugang jetzt, dass der Wechsel zwischen den Fußball-A-Ligisten über die Bühne gegangen ist.

„Ich habe öfter mit Patrick Roser (Sportlicher Leiter von Westfalia Vinnum, Anm. d. Red.) geschrieben und gefragt: Wie sieht’s aus? Ein bisschen nachdenken tut man immer, wenn es so lange dauert, aber ich war guter Dinge, dass es was wird. Es hat noch geklappt. Das ist alles, was zählt.“

Dass sein Wechsel, und auch der von seinem Freund Pascal Beck, so lange gedauert hat, lag an den beteiligten Vereinen. Hagenmeyers Ex-Verein VfB Lünen und Preußen Lünen, von wo Beck nach Vinnum wechselte, beschwerten sich über das Vorgehen der Westfalia. Beide Klubs fühlten sich übergangen.

„Für die Vereine ist das immer blöd, wenn jemand wechselt, aber wir sind keine Profis und sie sollten die Entscheidung von Pascal und mir akzeptieren. Das ist unsere Entscheidung. Auch in der Corona-Zeit gibt es Zu- und Abgänge“, sagt der Stürmer, der sich aber wunderte, dass die Verhandlungen schon so früh öffentlich wurden.

Dass er den VfB bereits nach einem halben Jahr wieder verließ, habe nichts damit zu tun, dass er dort unglücklich gewesen wäre. „Ich war zufrieden und habe mich wohlgefühlt. Es sprach nichts gegen den VfB. Ich hatte auch andere Angebote und habe sie abgelehnt, aber bei Vinnum war das was anderes.“

Es habe sich alles schnell und spontan entwickelt. Schon länger hatten er und Beck aber den Wunsch gehabt, wieder in einer Mannschaft zu sein. „Das war das erste Jahr, in dem wir nicht in einem Team waren. Egal, was passiert, wir wollten wieder zusammenspielen. Das war unser Traum. Mit Gerleve hat es perfekt gepasst“, sagt Hagenmeyer, der mit Beck beim BV Lünen vom neuen Vinnum-Trainer Dennis Gerleve trainiert wurde.

Die aktuelle Situation ist „nicht das Gelbe vom Ei“

„Ich habe richtig Bock auf Pascal und ‚Gerle‘. Sie haben mir extrem gefehlt. Man hat nicht zu jedem Trainer so eine Bindung.“ Auch Gerleve ist voll des Lobes für ihn. „Er ist ein kompletter Stürmer. Er ist schnell, hat einen Top-Abschluss und kann Bälle halten. Für die A-Liga kann er ein Unterschiedsspieler sein“, sagt der Trainer, der erst seit Ende November bei der Westfalia ist.

„Das ist richtig schön zu hören. Ein geiles Gefühl. Ich hoffe, dass ich das auch auf den Platz bringen kann“, sagt Hagenmeyer. Falls diese Saison weitergespielt wird, zähle für ihn aber nur eins. „Wenn man die aktuelle Situation anguckt, ist das nicht das Gelbe vom Ei. Unser Ziel ist auf jeden Fall die Klasse zu halten.“

Persönlich ginge es für den Angreifer darum, beim „Zocken“ Spaß zu haben. „Wir werden nicht auf einmal alles zerstören“, sagt Hagenmeyer.

Über den Autor
Volontär
Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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