Romish Hamidzoda stand beim Werner SC nur selten auf dem Platz. © Johanna Wiening
Fußball: Landesliga

Flucht vom LSV zum WSC: „Christian Hampel hat mir keine Chance gegeben“

Erst im Sommer wechselte Romish Hamidzoda aus der A-Jugend des Lüner SV zum Werner SC. Sein Start verlief extrem holprig. Doch die Ambitionen des Youngsters sind weiter hoch.

Der Sprung aus der Fußball-A-Jugend in den Seniorenbereich ist für viele Spieler ein Riesenschritt – egal, wie die Ligenzugehörigkeit ist. Das bekam im Sommer auch Romish Hamidzoda deutlich zu spüren. Mit der A-Jugend des Lüner SV spielte er in der Kreisliga A und wollte dort unbedingt den Sprung in die Westfalenliga-Erste des Vereins schaffen.

Das gestaltete sich nicht so einfach. „Ich wollte natürlich in der ersten Mannschaft spielen, das war mein Ziel“, sagt Romish Hamidzoda selbst zu der Situation im vergangenen Sommer. „Aber Christian Hampel (Trainer des LSV, Anm. d. Red.) hat mir keine Chance gegeben, deswegen habe ich mich dann entschieden, den Verein zu wechseln.“

„Da habe ich dann richtig Gas gegeben und versucht, zu überzeugen“

Doch auch das entwickelte sich als schwieriges Unterfangen. Auch Landesligist Werner SC entschied sich nicht direkt für Hamidzoda – ließ ihn aber sich beim Probetraining beweisen. „Da habe ich dann richtig Gas gegeben und versucht, zu überzeugen“, berichtet Hamidzoda.

Und das gelang ihm – der Werner SC nahm den Youngster unter Vertrag. Im Testspiel gegen Eintracht Werne durfte er sich dann auch beweisen – doch das nahm ein jähes Ende. Erst zur zweiten Halbzeit wurde er eingewechselt, flog aber nach 27 Minuten mit einer Roten Karte wegen Schiedsrichterbeleidigung vom Platz.

Der Sommer war also kein einfacher für Romish Hamidzoda. „Es war nicht so leicht am Anfang, das stimmt. Aber es ist ja besser geworden“, sagt Hamidzoda. Zwar hat er seine Mannschaft seit dem Lockdown nicht mehr gesehen. „Aber davor habe ich mich gut eingelebt. Die Mannschaft ist ganz toll, ich fühle mich sehr wohl in Werne.“

Sportlich lief es für ihn allerdings auch nach seiner Rot-Sperre bisher eher mäßig. In der Liga bekam er zwei Kurzeinsätze, gegen Saxonia Münster im Pokal durfte er über 90 Minuten ran. Dennoch verbrachte er die meiste Zeit auf der Ersatzbank im Lindert.

Davon will er sich allerdings nicht unterkriegen lassen. „Natürlich will man immer mehr spielen, das will doch jeder Fußballer“, so Hamidzoda. „Ich trainiere dafür im Moment jeden Tag und hoffe, dass ich mich so weiterentwickeln kann. Egal, ob in dieser oder in der nächsten Saison.“

Über die Autorin
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Geboren im Münsterland, aber schnell verliebt in den Ruhrpott. Mit dem Herzen vor allem beim Fußball, aber auch begeistert von vielen anderen Sportarten. Seit 2018 bei Lensingmedia, seit 2020 Sportredakteurin.
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Johanna Wiening
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