Ex-Bundesliga-Trainer Felix Magath (rechts) würde sich über die neuen Trainingsmaterialien freuen, die einige Lüner Vereine bekommen haben. © dpa
„Scheine für Vereine“

Felix Magath wäre stolz: Lüner Vereine profitieren von Spenden-Aktion

Auch in diesem Jahr fand wieder die Spenden-Aktion „Scheine für Vereine“ statt. Dabei konnten einige Lüner Vereine Dinge anschaffen, auf die so mancher Ex-Bundesliga-Trainer durchaus stolz wäre.

Alle Jahre wieder: Mittlerweile ist die Spenden-Aktion „Scheine für Vereine“ die jährliche Möglichkeit für Sportvereine in ganz Deutschland kostenlos an für den Sport oder das Vereinsleben benötigte Materialien zu kommen. Für den Einkauf in den Supermärkten von Rewe erhielten die Kunden bis Ende Dezember „Scheine“, die sie an einen Verein spenden konnten. Bis zum 31. Januar können die Vereine diese gegen Prämien eintauschen. Auch viele Lüner Vereine haben wieder an der Aktion teilgenommen.

Beim letzten Mal hatten die Fußballer von Preußen Lünen über 10.000 Scheine gesammelt. Damit waren sie die Spitzenreiter in Lünen. Auch dieses Jahr kam eine beachtliche Anzahl zusammen, doch sie liegt dennoch deutlich unter der Marke des Vorjahres. „Wir haben knapp 6.000 Scheine bekommen“, sagt Kassiererin Jessica Bettinger.

Bettinger: „Die Kleinen kommen meistens zu kurz“

Trotzdem war die Preußen-Bestellliste lang. „Wir haben vier Mini-Tore, Trainingsmaterialien wie Stangen und Hütchen, zwei Waffeleisen und noch Kleinigkeiten für die Kaffeebude bestellt“, sagt Bettinger.

Die Mini-Tore wurden dabei extra für die jüngeren Kinder geholt. „Die Kleinen kommen meistens zu kurz. Hoffentlich freuen sie sich darüber.“ Auch die Waffeleisen kommen den kleinen Kickern zugute. „Wir verkaufen für die Jugend Waffeln. Das eingenommene Geld legen wir zur Seite und die Kinder bekommen dafür an Weihnachten Geschenke“, so die Kassiererin.

Christoph Eppich ist erster Vorsitzender des TTV Preußen Lünen.
Christoph Eppich ist erster Vorsitzender des TTV Preußen Lünen. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Auch der TTV Preußen Lünen profitierte von der Aktion. Knapp 1.000 Scheine erhielt der Verein. Etwa 7.000 weniger als im vergangenen Jahr. „Letztes Jahr haben wir Fernseher, Kicker und ein Waffeleisen davon geholt, dieses Mal eine Mikrowelle und eine Soundbar für den Sozialraum“, sagt Christoph Eppich, erster Vorsitzender des Tischtennis-Vereins.

Er war dankbar für die vielen gespendeten Scheine. „Wir haben uns sehr darüber gefreut. Wir haben davon Sachen geholt, die sonst hinten rüber fallen würden.“

Dem VfL Brambauer fiel die Auswahl dagegen etwas schwerer. „Wir haben die Trainer entscheiden lassen, was wir bestellen. Ich will nicht sagen, dass uns die Ideen ausgehen, aber im Moment wird eh nichts gemacht“, sagt Jochen Kindmann, erster Vorsitzender des Handballvereins.

Ein paar Sachen fielen den Trainern dann doch ein, die der VfL von den genau 2.807 Scheinen bestellte: Gymnastikseile, Handpfeifen, elastische Textilbänder, eine Koordinationsleiter und Medizinbälle. „Das hat wahrscheinlich einen Wert von 400 Euro“, sagt Kindmann. Vor allem über letztere Anschaffung würde sich Medizinball-Liebhaber und Ex-Bundesligatrainer Felix Magath wohl gehörig freuen.

Jochen Kindmann, erster Vorsitzender des VfL Brambauer, tat sich beim Einlösen der Vereinsscheine schwer.
Jochen Kindmann, erster Vorsitzender des VfL Brambauer, tat sich beim Einlösen der Vereinsscheine schwer. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Auffällig ist, dass alle befragten Lüner Vereine deutlich weniger Scheine gesammelt haben als im vergangenen Jahr. Das könnte eine Folge des Einkaufsverhaltens während der Ausgangsbeschränkungen sein.

Rewe ist trotzdem zufrieden mit der Aktion. „Wie sich schon jetzt abzeichnet, wird die Aktion auch dieses Mal äußerst erfolgreich verlaufen. Ein genaues Fazit können wir allerdings erst nach dem offiziellen Abschluss ziehen“, heißt es von Pressesprecher Thomas Bonrath.

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Hat im Mai 2020 in der für den Lokal-Journalismus aufregenden Corona-Zeit bei Lensing Media das Volontariat begonnen. Kommt aus Bochum und hatte nach drei Jahren Studium in Paderborn Heimweh nach dem Ruhrgebiet. Möchte seit dem 17. Lebensjahr Journalist werden.
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Tobias Larisch

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