Dieses Treffen in Schwansbell ist lange her (von links): Mario Plechaty, Pascal Harder, David Solga und Sascha Rammel. © Bernd Janning
Fußball

Ex-Profi David Solga: Ein Leben zwischen BVB-Scout, Elektroniker und Familienvater

Einst spielte er in der 2. Bundesliga und beim BVB, heute kickt er in der Kreisliga. Ex-Profi David Solga unterstützt Borussia Dortmund aber immer noch.

Alles begann im Dortmunder Norden – genauer gesagt in der Jugend des TuS Eving-Lindenhorst. Dort wagte David Solga seine ersten Schritte auf einem Fußballplatz. Der TuS, das war auch der Stammverein seines Vaters Willi. Später ging Willi Solga allerdings mehrere Jahre für die damaligen Verbandsliga-Teams des Lüner SV auf Torejagd.

Sohn Davids erste Station im Seniorenbereich war in der Saison 2001/2002 der damalige Landesligist BV Brambauer. Von dort ging es später zum Lüner SV, zu dieser Zeit in der Oberliga beheimatet. Das Talent des Mittelfeldspielers blieb nicht unentdeckt. Denn anschließend war Solga bis 2007 bei der Regionalliga-Vertretung des Bundesligisten Borussia Dortmund unter Vertrag.

Ex-BVB-Spieler Solga feierte Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga

Den mutmaßlich größten Erfolg seiner Fußballer-Karriere feierte der mittlerweile 38-Jährige bei Wacker Burghausen. Mit den Bayern gelang Solga 2008 der Aufstieg in die neue 3. Liga. Von Burghausen ging es weiter zu Dynamo Dresden, wo er den endgültigen Sprung in die 2. Bundesliga meisterte. Seine aktive Karriere ließ der einstige Lüner ab 2013 bei der zweiten Mannschaft von Borussia Dortmund ausklingen. Dort wurde er 2017 Co-Trainer des Teams. Bis zum Ende der letzten Saison.

„Ich habe letztlich festgestellt, dass ich lieber selber auf dem Rasen stehe und spiele, als von der Bank aus zu coachen. Für den Job als Trainer fehlt mir dann doch die letzte Leidenschaft“, urteilt er heute über sich selbst. Was die Arbeit bei Borussia Dortmund betrifft, fand er einen Kompromiss: Mittlerweile schaut sich Solga als Scout der Schwarzgelben junge Talente für die U23 an.

Der Ex-Lüner David Solga 2011 im Trikot von Dynamo Dresden.
Der Ex-Lüner David Solga 2011 im Trikot von Dynamo Dresden. © imago sportfotodienst © imago sportfotodienst

Mit mindestens einem Auge verfolgt der ehemalige Mittelfeldspieler aber natürlich auch die Bundesliga-Mannschaft seiner Borussia. Trotz aktuell überschaubarer Resultate hat Solga eine klare Meinung: „Das ist eine hochtalentierte Mannschaft, die aber einfach bei den Ergebnissen noch zulegen muss!“

BVB-Scout Solga hat ursprünglich Elektroniker gelernt

Für sich persönlich hat er bereits ein Ergebnis gefunden. Er spielt weiter. Im sauerländischen Ense. Dort wohnt er mit seiner Familie schon seit fast sechs Jahren. Bei seinem neuen Klub haben der Vereins- und Stadionnamen einen besonderen Klang: Bremen und Husar. Aber hier geht es nicht um die Großstadt Bremen an der Weser, sondern um den TuS Bremen 05 zwischen Ruhr, Möhne und Bremer Bach und dessen Husaren-Stadion.

„Bei TuS Bremen habe ich schon für die erste Mannschaft in der Kreisliga A und die Altherren gespielt. Mehr Einsätze waren wegen der Corona-Pandemie noch nicht möglich. Außerdem trainiere ich dort die G-Jugend, in der unser Sohn Luca spielt“, erzählt der frühere Berufsfußballer.

Ex-BVB-Spieler Solga und der „richtige“ Beruf

David Solga hat fernab seiner Fußball-Tätigkeiten aber auch einen „richtigen“ Beruf: „Ich habe eigentlich mal Elektroniker gelernt. Vielleicht finde ich in diesem Bereich Arbeit. Ich habe aber auch schon ein Praktikum im Pflegeheim und eines im Kindergarten gemacht. Eine endgültige Entscheidung über meine berufliche Zukunft habe ich aber noch nicht getroffen“, betont der Ex-Profi.

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