Ferdinand Franzrahe trat am Sonntag beim Lüner SV nicht nur aufgrund seiner zwei Treffern in Erscheinung. © Marius Paul
Fußball-Westfalenliga

Erst Doppelpack, dann Platzverweis: Franzrahe bei Sieg des Lüner SV mehrfach im Mittelpunkt

Der Lüner SV konnte am Sonntag gegen den TuS Tengern die nächsten drei Punkte einsammeln. Nach einer schwachen ersten Hälfte überschlugen sich in der zweiten Halbzeit dabei die Ereignisse.

Es waren fünf Minuten in der zweiten Halbzeit, in denen bei der Partie des Lüner SV gegen den TuS Tengern in den jeweiligen Strafräumen mehr passierte als in den kompletten ersten 45 Minuten des Westfalenliga-Duells. Im Mittelpunkt: LSV-Akteur Ferdinand Franzrahe, der erst als Doppelpacker in Erscheinung trat und wenige Augenblicke später die Rote Karte sah.

Dabei sah in der ersten Halbzeit nur wenig nach einer spektakulären Partie am fünften Spieltag der Westfalenliga aus. Weder der Lüner SV noch der TuS Tengern, der bislang noch ohne Saisonsieg dasteht, konnte offensiv Akzente setzen. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Nico Berghorst bereitet 1:0 durch Franzrahe vor

„Die erste Halbzeit hat mich an ein Altherren-Spiel erinnert. Wir waren gut vorbereitet und haben auch trotz der vielen Ausfälle genug Qualität im Kader, um einfach besser zu spielen“, so LSV-Trainer Axel Schmeing nach dem Spiel.

Alfredo Rivera feierte gegen Tengern sein Debüt für den Lüner SV.
Alfredo Rivera feierte gegen Tengern sein Debüt für den Lüner SV. © Marius Paul © Marius Paul

Nach der Halbzeit zeigte der LSV dann allerdings ein gänzlich anderes Gesicht. Einen großen Anteil hatten daran unter anderem auch Neuzugang Alfredo Rivera und Lukas Mertens, die nach dem Seitenwechsel für Mohamed Yarhdi und Rene Richter in die Partie kamen.

Der LSV erarbeitete sich ein deutliches Übergewicht, das in der 54. Minute schließlich zum 1:0 für die Hausherren führte. Nach einem langen Schlag behauptete Stürmer Nico Berghorst den Ball im gegnerischen Strafraum, seinen Abschluss drückte am langen Pfosten Ferdinand Franzrahe über die Linie.

Eine starke Kombination über die rechte Seite vollendete Berghorst in der 62. Minute zum 2:0. „Wir waren nach der Pause deutlich ballsicherer. Vor allem das 2:0 haben wir auch wirklich gut herausgespielt, allerdings hat es uns der Gegner in dieser Phase auch leicht gemacht“, betont Schmeing.

Doch dann begannen besagte fünf Minuten in der zweiten Hälfte: Erst wurde LSV-Stürmer Berghorst im TuS-Strafraum gelegt, den fälligen Strafstoß verwandelte Franzrahe zur mutmaßlichen 3:0-Vorentscheidung (71.).

LSV-Torwart Jan Hennig hält den Sieg fest

Nur drei Minuten später verkürzte Tengern auf 1:3, ehe Franzrahe nach seinem Doppelpack erneut im Mittelpunkt stand: Nach einer Notbremse im Strafraum sah der Doppelpacker folgerichtig die Rote Karte (75.). Den anschließenden Elfmeter nutzte Pawel Zieba zum 2:3-Anschlusstreffer aus Sicht des TuS (76.).

Trotz 15 Minuten in Unterzahl schaukelte der LSV die Führung letztlich über die Zeit, konnte sich in der Schlussminute aber noch bei Torwart Jan Hennig bedanken, der mit einem starken Reflex den Ausgleich verhinderte.

Obwohl der Lüner SV mit dem 3:2-Erfolg den zweiten Saisonsieg einfahren konnte, war Trainer Axel Schmeing alles andere als zufrieden: „Nach dem 3:0 dürfen wir nicht so unfassbar offen verteidigen. Insbesondere die erste Halbzeit stimmt mich aber sehr bedenklich. Das ist nicht mein Anspruch. Wir haben auf jeden Fall viele Ansätze, die wir jetzt analysieren müssen.“

Lüner SV: Hennig – Berger, Richter (46. Rivera), Drees, Cygiel, Mattes (60. Frenzel), Caliskan, Berghorst (90.+2 Bozlar), Franzrahe, Yarhdi (46. Mertens), Burg

Tore: 1:0 Franzrahe (54.), 2:0 Berghorst (62.), 3:0 Franzrahe (71.), 3:1 Knicker (74.), 3:2 Zieba (76.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte gegen Franzrahe (75./Notbremse)

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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