Sandro Plechaty ist aktuell in Bestform. © Nico Ebmeier
Fußball

„Einfach draufschießen“: Sandro Plechaty ist bei RW Essen in Topform – das sind die Gründe

Der Lüner Außenverteidiger spielt aktuell die vielleicht beste Saison seiner noch jungen Karriere. Seit vergangener Woche ist Sandro Plechaty sogar als Torschütze erfolgreich.

Wenn durch die großen Lautsprecher im Essener Hafenstadion die Hymne und besonders der Refrain „Ohhh RWE“ schallt, geht es für einen Lüner Fußballer immer um alles. Sandro Plechaty ist Stammspieler, Leistungsträger und zuletzt sogar Torschütze beim rot-weißen Traditionsverein.

Etwas mehr als ein Jahr ist es her, da hatte sich der Lüner endlich bei der Zweitvertretung von Schalke 04 etabliert. Seit dem Gastspiel bei Alemannia Aachen am 12. Oktober des Vorjahres startete Plechaty bei den Königsblauen in jedem Spiel von Beginn an. Kein Wunder, dass er schnell Begehrlichkeiten weckte, denn der Außenspieler zeigte sich variabel, war links wie rechts – offensiv wie defensiv – einsetzbar.

In diesem Spätsommer verkündete Essen-Coach Christian Neidhart dann den Wechsel des hochbegabten Lüner an die traditionsreiche Hafenstraße und nun steigt der Stern von Sandro Plechaty womöglich höher als je zuvor. 14 Spiele, 14 Mal Startelf, nur drei Mal wurde der 23-Jährige bisher überhaupt ausgewechselt. Auf der rechten Abwehrseite ist der Neu-Essener aktuell eine Bank, vielleicht sogar der Beste der Liga.

„Die Kunst ist immer dran zu bleiben und nicht zu hadern“, sagte Plechaty beim Online-Portal „Reviersport.de“ nach dem Spiel gegen Mönchengladbach II, in welchem der Lüner sein erstes Tor der aktuellen Saison markierte. Generell zeigte sich der Außenspieler in den vergangenen Wochen besonders torgefährlich.

Anfang November bereitete er das wichtige 1:0 gegen Ex-Meister Rödinghausen stark vor, in den Spielen gegen Mönchengladbachs Reserve und den VfB Homberg traf Plechaty sogar jeweils einmal selbst. „Die Situation hatte sich so ergeben. Eine kleine Lücke war da und dann habe ich einfach mal draufgeschossen. Es war ein schönes Tor“, erzählte der Essener seinen Treffer bei Reviersport nach.

Natürlich war der 23-Jährige mit der Leistung der vergangenen Spiele auch sehr zufrieden: „Ich denke, dass ich sehr aktiv war“, so der Rechtsverteidiger ganz selbstbewusst.

Sandro Plechaty: „Ich war sehr aktiv.“

Und aktuell ist ein Ende des Höhenflugs nicht in Sicht. Gerade in den letzten Spielen zeigte sich RW Essen besonders gefestigt und greift mehr denn je nach dem Aufstieg in die Dritte Liga. Im gesamten November hat RWE alle Spiele gewonnen und nicht ein einziges Gegentor kassiert.

Allerdings ist mit der Zweitvertretung von Borussia Dortmund eine Mannschaft an der Neidhart-Elf dran, die zumindest virtuell beim Gewinn aller Nachholspiele vier Punkte Vorsprung vor RWE hätte – das direkte Duell zwischen beiden Teams ging vor einigen Wochen 1:1 aus.

Bevor es aber im nächsten Jahr vermutlich zum großen Showdown zwischen dem BVB II und RWE kommen wird, steht vor den Essenern und Sandro Plechaty kurz vor Weihnachten noch ein echtes Highlight auf dem Programm. Am 23. Dezember trifft der Traditionsklub in der zweiten Runde des DFB-Pokals auf den Zweitligisten Fortuna Düsseldorf.

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Gebürtig aus dem wunderschönen Ostwestfalen zog es mich studienbedingt ins Ruhrgebiet. Seit ich in den Kinderschuhen stand, drehte sich mein ganzes Leben um Sport, Sport und Sport. Mittlerweile bin ich hierzulande ansässig geworden und freue mich auf die neuen Herausforderungen in der neuen Umgebung.
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Nico Ebmeier

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