Astrid und Dieter Marschang werden durch den türkischen Kangal-Rüge Pascha und Schäferhündin Yessi unterstützt. © Janning
Fußball

Einbrüche, Brandstiftung, Diebstahl, Überschwemmung: Augen auf am LSV-Stadion Kampfbahn Schwansbell

2010 war kein gutes Jahr für den Lüner SV. Erst gab es eine Einbruchserie, zu allem Übel wurde auch noch die Geschäftsstelle überflutet. Es entstand hoher Sachschaden.

Vor gut zehn Jahren schreckte eine Einbruchserie im Stadion Schwansbell Lünen und die Fußballer des Lüner SV auf. Mindestens acht Einbrüche und eine Brandstiftung seit Sommer wurden registriert. Dazu verlor der LSV durch eine Überschwemmung seiner Geschäftsstelle unten in der Tribüne zahllose Unterlagen aus seiner inzwischen 75-jährigen Geschichte.

Im Februar 2011 wurden die Straftaten teilweise aufgeklärt. Wie die Polizei damals mitteilte, wurden drei tatverdächtige Lüner festgenommen. Auf ihr Konto sollen die Taten gehen, die zwischen dem 4. Juni und dem 17. Juli 2010 begangen wurden.

Die 17-, 19- und 20-jährigen Lüner zeigten sich in ihren Vernehmungen in Teilbereichen der ihnen zur Last gelegten acht Taten geständig. Bei Durchsuchungen wurden bei zwei der drei Tatverdächtigen Teile der Beute (unter anderem Trikots) gefunden.

Lüner SV entsteht hoher Schaden

Auch den Einbruch, bei dem sie ein Fahrzeug des Lüner SV gestohlen und anschließend bei einem Unfall zu Schrott gefahren hatten, räumten die drei jungen Männer ein. Insgesamt entstand bei der Einbruchserie ein Schaden von um 25.000 Euro.

Offen blieb, ob die Verdächtigen auch etwas mit der Brandstiftung vom September 2010 zu tun haben, bei der die Hausmeisterwohnung beim Lüner SV schwer beschädigt worden waren. Die Polizei prüfte auch, ob Einbrüche in andere Lüner Sportstätten auf das Konto des Trios gehen.

Die Ordnungshüter betonten, wie die Ruhr Nachrichten berichteten: „Die abgelegene Lage der Kampfbahn ist ein großes Problem. Sie macht es Tätern leicht und erschwert zugleich die Ermittlungen. Wir haben ein Auge darauf, aber es ist sehr einsam dort. Wir können leider nicht rund um die Uhr überwachen.“

Trotz dieser Erschwernisse klärten die Beamten die Einbruchserie auf, hatten aber immer noch die alte Bitte: „Wir sind auf die Hilfe von Zeugen angewiesen. Wenn jemand etwas Verdächtiges beobachtet – er sollte sich nicht scheuen, den Notruf zu wählen. Wir kommen lieber einmal umsonst, als wenn wieder ein Einbruch unaufgeklärt bleibt.“

Mit Unterstützung der Stadt, ihr gehört das Stadion, der LSV ist Hausherr, packten die Fußballer mit an.

Tierische Unterstützung

Die Hausmeisterwohnung wurde komplett renoviert, der Eingangsbereich zur Sportanlage erneuert. Die Umzäunung des Stadions wurde erweitert. Das Haus ist wieder bewohnt. Das Hausmeisterpaar Astrid und Dieter Marschang setzt dabei auf wachsame Unterstützung: Der türkischen Kangal-Rüge Pascha und Schäferhündin Yessi passen bestens auf. Die Geschäftsstelle konnte inzwischen auch wieder aus der Innenstadt in die renovierten Räume unter der Tribüne umziehen.

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