Konkrete Vorgaben oder vermehrte Eigenverantwortung? Die Trainingsmaßnahmen können sich in der aktuellen Spielpause sehr unterscheiden. © Timo Janisch
Fußball

Ein Verein setzt im Lockdown auf vollkommen unterschiedliche Trainingsmethoden

Im Amateurfußball ist derzeit ein hohes Maß an Kreativität gefragt, um sich trotz der sportlichen Zwangspause fit zu halten. In einem Verein unterscheidet sich die Herangehensweise aber deutlich.

Zum zweiten Mal während der Corona-Pandemie kam der Betrieb im Amateurfußball im Oktober vollständig zum Erliegen: Schon seit fast drei Monaten ruht der Ball. Und eine zeitige Wiederaufnahme des Trainings- und Spielbetriebes ist vorläufig – so lange die Infektionszahlen nicht auf ein zulässiges Maß absinken wollen – nicht in Sicht. Es wird bereits mit noch einigen Monaten Zwangspause gerechnet, ehe wieder an Amateurfußball gedacht werden kann.

Keine konkreten Vorgaben für die Spieler

Aber was machen Amateur- und Freizeitfußballer bis dahin? Wir haben die Trainer des BV Lünen 05 gefragt, wie die kickenden „Geister“ mit der Pause umgehen sollen, um sich wenigstens fit zu halten.

Lukas Fluder, Trainer der zweiten Mannschaft, verkündet: „Wir haben es mit erwachsenen Menschen zu tun, die selber in der Lage sind, sich fit zu halten. Wir geben nichts vor.“ Auf der faulen Haut liegen sollen seine Jungs gleichwohl natürlich nicht: „Wir sagen den Spielern natürlich schon, dass sie laufen gehen oder sich mal auf ihr Fahrrad schwingen sollen.“ Ins gleiche Horn bläst auch Wolfgang Rinke, Coach der Bezirksliga-Damen. „Bei unseren Mädels setzten wir derzeit auf die gleiche Herangehensweise.“

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt da schon die erste Mannschaft. Trainer Marco Fischer betont daher: „Unsere Spieler müssen acht Kilometer in der Woche laufen.“ Schließlich strebe man den Aufstieg zur Kreisliga A an und wollen im Fall der Saisonfortsetzung auf den Punkt da sein. Und das wird schwierig genug: In der Geist wird eine Vorbereitungszeit von nur zwei Wochen, wie sie gerade durch die Medien geht, als eher kritisch für eine körperliche Vorbereitung gesehen – weil vermutlich zu knapp bemessen. Die Angst vor Verletzungen ist groß.

Was bleibt ist die Hoffnung, dass niemand das Fußballspielen – also den Umgang mit dem Ball in der anhaltenden Zwangspause – gänzlich verlernt. Denn vorläufig bleiben private Krafträume, abgelegene Laufstrecken und Fahrradrouten derzeit die einzigen Trainingsmöglichkeiten für Fußballer.

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