Ein Spielbetrieb wird in den nächsten Wochen zwar noch nicht möglich sein, doch zumindest für das Training gibt es eine erste Perspektive. © Timo Janisch
Meinung

Ein Quäntchen Hoffnung für den Amateursport – mit der Notbremse im Hinterkopf

Der Amateursport in Deutschland hat eine Öffnungs-Perspektive. So weit, so gut. Doch die Politik reicht die Verantwortung auf diese Art und Weise auch an die Vereine weiter. Ein Kommentar.

Der Druck der vergangenen Tage hat sich ausgezahlt. Unmittelbar vor der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch (3.3.) drängte unter anderem auch der DFB noch einmal darauf, dass eine Öffnungs-Perspektive für den Amateursport in den Verhandlungen diskutiert werden müsse. Mit Erfolg.

Erstmals seit Monaten gibt es auch für die Lüner Sportler ein kleines Quäntchen Hoffnung. Unter bestimmten Voraussetzungen könnten die Fußballer beispielsweise schon ab dem 23. März theoretisch wieder den normalen Trainingsbetrieb aufnehmen. Die Nachwuchskicker dürfen sogar schon früher wieder auf den Platz.

Hoffnung ruht auf Impfungen und Tests

Da ist sie, die langersehnte Perspektive, die gerade für Kinder und Jugendliche äußerst wichtig ist. Insofern sind die Entscheidungen durchaus positiv zu bewerten. Geknüpft bleiben die unterschiedlichen Öffnungsschritte aber an die jeweilige Inzidenz.

Und da liegt unter anderem auch der Kreis Unna noch ein gutes Stück entfernt von der wieder eingeführten magischen Grenze von 50 – mit einer Tendenz, die eher steigt, als dass sie sinken würde. Mit der gebotenen Perspektive ist also das Prinzip Hoffnung verbunden.

Die Hoffnung darauf, dass die zunehmenden Impfungen und das Ausweiten der Corona-Schnelltests eine derartige Öffnungsstrategie verzeihen. Mit einer drohenden dritten Welle vor der Haustür, die laut Wissenschaft nicht nur eine weit entfernte Möglichkeit ist, sondern schon vor der Fußmatte steht. So gibt die Politik die Verantwortung letztlich auch an die Vereine und jeden einzelnen Sportler weiter.

Notbremse muss vermieden werden

Es gilt, die nach wie vor bestehenden Hygieneregeln einzuhalten, auch auf den Plätzen die Kontakte möglichst zu vermeiden und so – trotz Öffnung – eine erneute schlagartige Ausbreitung des Virus zu verhindern.

Dass die Vorfreude darauf, endlich wieder auf dem Fußballplatz zu stehen, an die Kugel zu hauen und seine Teamkollegen wiederzusehen, nicht nur bei den Junioren, sondern gerade auch im Seniorenbereich riesig ist, dürfte nach Monaten des Stillstands keinen Sportfan wundern. Die Einhaltung der Regeln dennoch zu kontrollieren, wird somit zu einer großen Aufgabe für die Vereine.

So tragen letztlich auch die Amateursportler ihren Teil dazu bei, dass aus dem nun verabschiedeten Öffnungsplan eine dauerhafte Lösung werden kann. Doch sollten die Corona-Fallzahlen und Inzidenzwerte wieder in die Höhe gehen, dann müssten wir von etwas Gebrauch machen, dass eben auch im jüngsten Stufenplan der Politik verankert ist: die Notbremse. Ein Szenario, das angesichts der bedrückenden Erfahrungen der vergangenen Monate jeder vermeiden möchte.

Über den Autor
Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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