Bei dem Lüner Fußballer steht vor allem das Spiel „Fortnite" hoch im Kurs. © dpa
Fußball

Controller statt Schienbeinschoner: Lüner Fußballer geht unter die Streamer

Während der Corona-Pandemie haben auch die Fußballer ungewollt mehr Zeit als sonst zur Verfügung. Einer von ihnen nutzt das jetzt, um sich und seine Freunde beim Zocken zu filmen.

Die Lüner Fußballer sind – ebenso wie alle anderen Amateursportler – seit Monaten zum Nichtstun verdammt. Einer von ihnen hat sich in der Zwischenzeit eine neue Beschäftigung gesucht und ist mittlerweile als Streamer unterwegs.

Lust am Fußball wiedergefunden

Eigentlich war seine Freizeitgestaltung allerdings gänzlich anders ausgelegt. Denn mit B-Ligist BV Lünen wollte er Woche für Woche auf die Jagd nach Toren, Siegen und damit vielen Punkten gehen. Nach seinem Wechsel von Blau-Weiß Alstedde zum BV05 hat Kevin Röll wieder Aufwind erhalten.

Der 29-Jährige Kevin Röll kam von BW Alstedde zum BV.
Der 29-Jährige Kevin Röll kam von BW Alstedde zum BV. © BV Lünen © BV Lünen

„Ich habe hier das, was ich mir lange vorgestellt habe. Ich spiele mit vielen Kollegen zusammen. Dadurch habe ich die Lust am Fußball wiedergefunden“, sagt der 29-Jährige im Gespräch mit dieser Redaktion.

Vorher habe sich sein Fokus etwas in Richtung Kraftsport verschoben, das sei jetzt aber nicht mehr der Fall. Fitter, agiler sei er auf dem Platz geworden. Und das zahlte sich auch aus: Die bisherigen vier Spiele konnten die 05er alle für sich entscheiden. Röll war daran mit Toren und Vorlagen beteiligt.

Gespielt wird vor allem „Fortnite“

Die Corona-Pandemie jedoch lässt einen Spielbetrieb nun schon seit einem halben Jahr nicht mehr zu. Die fußballfreie Zeit hat Kevin Röll damit verbracht, einem neuen Hobby nachzugehen. Der Außenbahnflitzer filmt jetzt sich und zwei seiner Freunde beim Videospielen. Und streamt das Ganze ins Internet.

Normalerweise ist Kevin Röll auf den Außenbahnen des BV Lünen unterwegs.
Normalerweise ist Kevin Röll auf den Außenbahnen des BV Lünen unterwegs. © Privat © Privat

Das Spiel „Fortnite“ hat es Röll angetan, der begeistert davon berichtet, dass aufgrund seiner Streams einige Leute sogar selber mit dem Spiel begonnen haben. Bevor es mit den Übertragungen ins Internet losgehen konnte, musste jedoch erst einmal das nötige Equipment her. Eine nicht ganz billige Anschaffung: „Die Sachen waren teuer, aber ich habe Spaß damit. Daher habe ich mir das einfach mal alles besorgt und losgelegt“, berichtet Röll.

„Wir machen das für uns und haben Spaß“

Ob und wie viele Zuschauer am Ende mit dabei sind, wenn Röll und seine Freunde auf Twitch – einer Plattform für Streaming – aktiv sind, ist für die Aktiven dabei egal. „Wir machen das für uns und haben Spaß damit, ob mit oder ohne Zuschauer. Aber wenn man damit sogar noch ein paar Leute unterhalten kann, ist das doch super“, so Röll.

Und was für ein Programm wird letztendlich geboten? Dazu sagt Röll: „Im Prinzip spielen wir und quatschen ganz normal miteinander. Das Streamen ist dabei sogar eher nebensächlich. Da entwickeln sich Gespräche in alle Richtungen. Wie Gespräche unter Freunden nun einmal so sind. Vielleicht ist das am Ende das Unterhaltsame dabei.“

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