Der Sportliche Leiter Benedikt Kuhne treibt derzeit die Kaderplanungen bei BW Alstedde voran. © Sebastian Reith
Fußball-Bezirksliga

BW Alstedde sucht trotz Unterbrechung Neuzugang für eine bestimmte Position

Hinter den Kulissen wird im Amateurfußball kräftig gearbeitet. Nicht nur beim Individualtraining, sondern auch bei der Kaderplanung. BW Alstedde ist aktuell auf der Suche nach einem Neuzugang.

Normalerweise ist der Januar im Amateurfußball ein Monat, der vor allem im Zeichen der Spielerwechsel und der Kaderzusammenstellung steht. Angesichts der aktuellen Corona-Situation scheint allerdings nichts mehr normal.

So kommt auch das derzeit geöffnete Transferfenster bislang vergleichsweise müde daher. Auch die Verantwortlichen von BW Alstedde sind mit dem derzeitigen Personal zufrieden, auf einer Position soll aber dennoch möglichst zeitnah nachgerüstet werden.

Entstandene Lücke soll geschlossen werden

Ende November wurde bekannt, dass mit Dennis Gerleve ein wichtiger Bestandteil der Stammformation den Lüner Bezirksligisten verlässt und stattdessen den Trainerposten bei A-Ligist Westfalia Vinnum übernimmt. Für Alstedde wiegt der Abgang des spielenden Co-Trainers nach wie vor schwer und reißt eine Lücke in die Innenverteidigung der Blau-Weißen.

Diese Lücke will man laut dem Sportlichen Leiter Benedikt Kuhne nach Möglichkeit zeitnah schließen. „Die Transferaktivitäten sind natürlich sehr eingeschränkt und wir sind mit dem Kader natürlich auch zufrieden, aber auf der Innenverteidigerposition würden wir auf jeden Fall gerne etwas machen“, so Kuhne.

Aus diesem Grund halte man die Augen und Ohren offen, um möglicherweise in den nächsten Wochen einen Neuzugang präsentieren zu können, der den Alsteddern bei einer Fortsetzung der Saison umgehend weiterhelfen könnte. „Eine konkrete Personalie können wir zwar noch nicht verkünden, aber wir sind zuversichtlich, einen Ersatz für Dennis zu finden“, erklärt Kuhne.

Kuhne hofft auf Abbruch der Saison

Unterdessen geht der Sportliche Leiter davon aus, dass der übrige Kader in der jetzigen Form ansonsten bestehen bleibt. Man habe mit den ersten Spielern schon Gespräche über die Zukunft geführt. Die noch fehlenden Akteure werde man in den kommenden Tagen kontaktieren. „Wir haben ja erst wenige Spiele in dieser Saison absolviert und ich denke, dass die Spieler, die hier sind, diesen Weg jetzt aber auch noch weitergehen wollen“, betont Kuhne.

Fernab der Kaderplanung beschäftigt den Strippenzieher des Bezirksligisten insbesondere der Umgang mit einer möglichen Fortsetzung des Spielbetriebs. Eine zeitnahe Rückkehr auf den Platz scheint angesichts des erneut verschärften Corona-Lockdowns ferner denn je.

Kuhne hat diesbezüglich ohnehin eine sehr deutliche Meinung: „Ich hoffe mittlerweile schon, dass die Liga komplett abgebrochen wird, damit wir im Sommer dann eventuell gänzlich neu starten können.“ Bei einem solchen Vorgehen hätten alle Vereine dann die gleichen Möglichkeiten.

„Wenn wir beispielsweise im Juni oder Juli mit einer neuen Saison starten würden, könnten alle Mannschaften vielleicht eine ordentliche Vorbereitung absolvieren und hätten ähnliche Voraussetzungen. Diese Maßnahme wäre mir derzeit schon fast am liebsten“, erklärt Kuhne. Je nachdem wie lange der Lockdown noch Bestand habe, seien die fehlenden Spiele laut Kuhne für einige Mannschaften kaum nachzuholen.

„Für manche Vereine würden dann vermutlich mindestens zwei Spiele in der Woche auf dem Programm stehen. Das ist auch nicht der richtige Weg. Deshalb würde ich einen Abbruch mittlerweile tatsächlich befürworten.“

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Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul

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