Allrounder Matthias Göke hat konkrete Vorstellungen für die Zukunft des Lüner SV. © Timo Janisch
Fußball-Westfalenliga

Aufstieg für Matthias Göke kein Tabuthema – LSV-Instanz mit Kampfansage

Matthias Göke ist seit mittlerweile vier Jahren beim Lüner SV. Der 27-Jährige verfolgt mit seinem Klub ambitionierte Ziele und hat auch gleich eine Kampfansage an die Konkurrenz im Gepäck.

Wer hat zu Zeiten der Corona-Krise nicht diesen Traum? „Ich wünsche mir das normale Leben zurück. Ich hoffe, wir bezwingen diese Pandemie schnell“, drückt Matthias Göke seinen großen Wunsch aus. Der 27-Jährige ist leidenschaftlicher Angler und vor allem Fußballer. Seit vier Saisons trägt der Allrounder das Trikot des Westfalenligisten Lüner SV.

Und er möchte die Farben der Rot-Weißen auch noch mindestens in einem fünften Spieljahr zeigen. „Ich gehöre beim LSV zu den wenigen, die aktuell nur für ein Jahr verlängert haben. Ich möchte zu 99 Prozent weitermachen. Eine Verlängerung wäre keine große Verhandlungssache“, betont Matthias Göke, den eigentlich alle nur „Jürgen“ nennen.

„Könnte auch noch fünf Jahre bleiben“

Man würde sich bei einer einjährigen Verlängerung zwar nicht langfristig an den Verein binden, allerdings könne man auch nicht wissen, was die nächste Zeit sowohl privat als auch sportlich mit sich bringe. „Aber von mir aus können es auch noch fünf Jahre sein. Der LSV ist auf jeden Fall mein erster Ansprechpartner“, unterstreicht der Defensivspezialist.

Und das sagt ein Mann, der für die Lüner Löwen Vereinstreue bewiesen hat und für den das Stadion Kampfbahn Schwansbell das sportliche Wohnzimmer geworden ist. „Hier passt alles. Ich verstehe mich super mit dem Vorstand und den Altherren. Hier sind innerhalb der Mannschaften Freundschaften entstanden. Beim LSV geht es halt zu wie in einer Familie.“

Platz in oberen Tabellenregionen angepeilt

Vor dem noch nicht zu erahnenden Neustart in die laufende Saison, steht das sicher nicht gerade fesselnde Fithalten beim Individualtraining. „Zweimal die Woche laufe ich acht bis zehn Kilometer. Dazu kommt Krafttraining. Über WhatsApp kontrolliert Trainer Christian Hampel die Werte. Aber dieses Fithalten ist natürlich nicht mit dem Training auf dem Platz zu vergleichen.“

Auf dem Platz holte der LSV aus seinen bisherigen fünf Spielen nur fünf Punkte. Ein Wert, der hochgerechnet stark nach Abstieg riecht. „Jürgen“ hat sich allerdings mit der Gefahr auseinandergesetzt und das bisherige Geschehen analysiert: „Gegen einen oder zwei Gegner haben wir vielleicht Schwächen gezeigt. Insgesamt haben wir uns meiner Meinung nach nicht durch fehlendes Können, sondern durch individuelle Fehler selbst geschlagen“, erklärt Göke.

Auch wenn die Saison nach 50 Prozent der absolvierten Spiele abgebrochen werden sollte, hat der 27-Jährige keine Angst um den LSV. „Die Konkurrenz hat dann noch neun oder zehn Spiele vor sich, wir als einziger Klub sind dann mit noch zwölf offenen Partien vielleicht etwas im Nachteil. Aber trotzdem bin ich mir sicher, dass wir zur Saison-Wertung im oberen Teil der Tabelle stehen.“

Keine Angst vor Spitzenteams

Im Falle eines Re-Starts warnt Göke indes vor einer zu kurzen Vorbereitungszeit für die Mannschaften. Es habe keinen Sinn, von heute auf morgen wieder zu starten. Vier Wochen Vorbereitung seien indes schon notwendig. Allerdings stelle sich generell die Frage, wie ein Re-Start umgesetzt werden könne: „Es wird mehrere Englische Wochen geben müssen. Aber einige von uns müssen auch länger arbeiten. Wie sollen die dann beispielsweise die weiten Anreisen zu den Auswärtsspielen bewerkstelligen“, so Göke.

Derweil verfolgt der Hobby-Angler fernab einer möglichen Saison-Fortsetzung mit dem LSV durchaus ambitionierte Ziele und schreckt auch nicht vor einer Kampfansage an die Konkurrenz zurück: „Spitzenreiter Espelkamp soll ruhig zu uns kommen. Holstein Kiel hat beim Pokalsieg über Bayern München doch gezeigt, was möglich ist.“

Grundsätzlich sei der LSV in der Lage, auch die Teams von der Tabellenspitze zu schlagen. „Ein Fußballer strebt immer das höchste Ziel an. Beim Lüner SV ist der Aufstieg kein Tabuthema. Schauen wir zur SG Finnentrop/Bamenohl. Dort hat man die Mannschaft zusammengehalten. Was folgte, war die Meisterschaft. Und auch der Lüner SV hat eine gesunde Mischung aus Jungen und Alten geschaffen. Es gibt keine Problem-Spieler mehr“, unterstreicht der 27-Jährige. Die Voraussetzungen scheinen also geschaffen.

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