Die ersten Saisonspiele können durchaus hilfreich sein für die Planung der kommenden Spielzeit. © picture alliance / dpa
Fußball

Annullierung als Vorteil für die Zukunft? Lüner Verein will Spielidee anpassen

Die Saison-Annullierung hat Gewinner und Verlierer hervorgebracht. Ein Lüner Verein hat die wenigen Spiele genutzt und wichtige Schlüsse gezogen – jetzt soll die eigene Spielidee verändert werden.

Die letzten regulären Saisonspiele liegen weit über ein halbes Jahr zurück. Doch obwohl die wenigen Partien als Konsequenz aus der Annullierung offiziell gar nicht stattgefunden haben, können die Erfahrungen für die kommende Spielzeit durchaus von Bedeutung sein. Ein Lüner Verein überlegt deshalb jetzt sogar, den eigenen Spielstil zu verändern.

Der Aufstieg in die Kreisliga A war das langfristigen Ziel des BV Brambauer II. Der Abbruch der Saison 2019/20 verhalft der Mannschaft von Trainer Patrick Botta allerdings unweigerlich dazu, diesen Wunsch schon deutlich früher wahr werden zu lassen als ursprünglich gedacht.

BV Brambauer II holt einen Punkt gegen Husen-Kurl

Dass der Sprung von der B- in die A-Liga jedoch kein allzu leichtes Unterfangen werden würde, zeigten schon die ersten vier Saisonspiele. Einzig in der Auftaktpartie gab es für den BVB etwas Zählbares. Doch das 2:2 gegen den SC Husen-Kurl sollte der einzige Punkt bleiben, den es für die Botta-Elf zu holen gab.

„Ganz ehrlich: Die Annullierung war für uns natürlich schon ein Vorteil. Wir haben schnell gemerkt, dass es nach dem Aufstieg nicht so weitergeht wie in der B-Liga“, betont BVB-Trainer Patrick Botta.

Patrick Botta hat einige Schlüsse aus den ersten Spielen in der A-Liga gezogen.
Patrick Botta hat einige Schlüsse aus den ersten Spielen in der A-Liga gezogen. © Timo Janisch © Timo Janisch

Deshalb seien die vier absolvierten Spiele durchaus als Lernprozess zu verstehen, der in den nächsten Monaten noch hilfreich werden könnte. „Wir haben in der Aufstiegssaison häufig sehr dominant gespielt Diese Idee wollten wir eigentlich auch mit in die A-Liga nehmen, wollten uns nicht verstecken und unser Spielprinzip beibehalten“, so Botta.

Zwei Spieler verlassen die Mannschaft

Dass dieses Vorgehen allerdings durchaus seine Tücken haben könnte, wurde in den anschließenden Partien deutlich. Dem 0:1 beim SV Körne folgten ein 0:3 bei Eving Selimiye Spor und eine 2:4-Pleite beim VfL Kemminghausen II. Doch aus diesen Spielen könne man laut Botta einige Schlüsse ziehen. „Wir haben jetzt gesehen, wie es in der A-Liga zugeht und wie die Mannschaften dort spielen und müssen in der neuen Saison dementsprechend anders auftreten. Wir werden schon etwas verändern müssen“

Dabei kann der BVB-Trainer auch in der kommenden Spielzeit auf einen 28-Mann-Kader zurückgreifen. Zwar verlassen mit Manuel Linz und Florin Bitter (beide zieht es zum TuS Niederaden) zwei Akteure den Verein, allerdings stoßen mit Fabian Schlein aus der eigenen ersten Mannschaft und Rückkehrer Jan Niggemann auch zwei neue Spieler hinzu. Damit seien die Planungen Botta zufolge allerdings auch schon abgeschlossen.

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Redakteur
Vor einiger Zeit aus dem Osnabrücker Land nach Dortmund gezogen und seit 2019 bei Lensing Media. Für die Ruhr Nachrichten anfangs in Dortmund unterwegs und jetzt in der Sportredaktion Lünen tätig – mit dem Fußball als große Leidenschaft.
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Marius Paul
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