Der Neuzugang hat sich aus einem einfachen Grund für den Wechsel entschieden. © Günther Goldstein
Fußball

„Älteste erste Herrenmannschaft Lünens“ vermeldet besonderen Neuzugang

Die Drähte bei den Lüner Vereinen glühen, denn die Personalplanungen laufen auf Hochtouren. Auch die vermeintlich „älteste erste Herrenmannschaft Lünens“ kann jetzt einen Neuzugang präsentieren.

Im Amateurfußball ist derzeit einiges los. Und dass, obwohl der Trainings- und Spielbetrieb vollkommen stillgelegt worden ist. Doch vielerorts laufen derzeit die Personalplanungen für die kommende Spielzeit. Das gilt auch für eine scheinbar sehr betagte Mannschaft.

Abgang mit schwerem Herzen

Mit Thomas Orfanidis hat B-Ligist TuS Niederaden den ersten neuen Spieler für die kommende Saison vorgestellt. Ein wirklich neuer Spieler ist der Lüner allerdings nicht, spielte er vor seinem kurzen Intermezzo beim SV Preußen doch schon zwei Jahre beim Verein von der Kreisstraße.

Den TuS verließ er dann nach einer Saison mit dem verpassten Wiederaufstieg mit schwerem Herzen, um sich bei den Preußen auf höherem Niveau in der Dortmunder Kreisliga A zu messen. Bekanntermaßen kam dem ganzen Unterfangen aber die Corona-Pandemie dazwischen und Orfanidis konnte gerade einmal drei Ligaspiele absolvieren.

Thomas Orfanidis kehrt zum TuS Niederaden zurück.
Thomas Orfanidis kehrt zum TuS Niederaden zurück. © Günther Goldstein © Günther Goldstein

Die momentan ungeklärte Trainersituation bei den Horstmarern sei ein Grund für seine Rückkehr nach Niederaden, so der gelernte Verteidiger. Die Entscheidung zugunsten des TuS traf er aber auch aufgrund seiner zurückliegenden Zeit in der Truppe von Amel Mesic: „Ich habe Niederaden gefühlt nie richtig verlassen und die Zeit hier schon vermisst. Die Mannschaft ist eine Bombentruppe, nicht bloß ein Fußballteam sondern es sind auch viele Freunde.“

Zurückliegende Zeit war sportlich nicht erfolgreich

Einen kleinen Seitenhieb kann sich der 21-jährige bei seinen Freunden aber nicht verkneifen: „Wir stellen wahrscheinlich den Rekord für die älteste erste Mannschaft in Lünen. Ich selbst habe noch ein paar Jahre Fußball vor mir, aber die nächste Zeit möchte ich mit meinen alten Teamkollegen verbringen, bevor sie ihre Karrieren vielleicht beenden.“

Aus sportlicher Sicht waren die letzten Jahre für Orfanidis unbefriedigend, fiel die aktuelle Saison doch fast komplett dem Coronavirus zum Opfer und stand in Niederaden in seinen zwei Jahren erst der bittere Abstieg aus der Kreisliga A und dann der um wenige Punkte verpasste Wiederaufstieg.

Deswegen setzt sich Orfanidis auch hohe Ziele: „Menschlich war die Zeit beim TuS super toll, aber sportlich war das Glück nie auf unserer Seite. Wir haben immer gefightet bis zum Ende und wurden leider nicht belohnt.“ Das soll sich aber in der kommenden Spielzeit ändern.

Es besteht noch weiterer Bedarf

„Jetzt bin Ich zurück und will mit meinen Jungs wieder das Ruder in der Liga übernehmen und diesmal ganz vorne stehen. Mit dem Teamspirit den wir haben werden wir das packen. Das klare Ziel ist Platz 1“, schickt der Defensivallrounder eine klare Kampfansage an die Konkurrenz.

Mit der Rückkehr von Thomas Orfanidis verstärkt sich der TuS auf einer Position, auf der ohnehin Bedarf bestand, da kaum gelernte Innenverteidiger zu Verfügung standen. Neben dem Kader, der zum größten Teil zusammenbleibt und der Vertragsverlängerung mit Trainer Amel Mesic sollen noch ein, zwei neue Spieler kommen, um mit voller Kraft die Mission Wiederaufstieg anzugehen.

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