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Voss verpasst bei der Fight Night den DM-Titel

Kampfsport

Tobias Voss hat bei der Fight Night der Workers Hall am Samstagabend seine erste Titelchance verpasst. Gegen den Berliner Femi Dadzie verlor der 20-Jährige im Hauptkampf um die Deutsche K1-Meisterschaft einstimmig nach Punkten – bewies aber, dass er auch auf höchstem nationalem Niveau mithalten kann.

DORSTEN

von Von Jan Große-Geldermann

, 29.04.2012
Voss verpasst bei der Fight Night den DM-Titel

Der Berliner Demi Fadzie (r.) erwies sich für Tobias Voss als der erwartet schwere Gegner. Der Berliner setzte sich gegen den Dorstener mit 3:0 Richterstimmen durch.

Weit nach Mitternacht saß Voss etwas zerknirscht auf dem Rand des Rings. Die vielen netten Worte seiner Fans und der Experten in der Juliushalle konnten ihn nur bedingt aufbauen. „Natürlich sitzt die Enttäuschung tief“, sagte Voss. Kein Wunder, war die größte Nachwuchshoffnung der Workers Hall doch lange nicht so weit vom Sieg entfernt, wie es die Urteile der Punktrichter (45:50/ 45:50/46:47) vermuten lassen. Zwei Punktabzüge in der vierten von fünf Runden wegen angeblicher Tieftritte hatten Voss vorzeitig die Chance genommen, den ausgeglichenen Kampf nach Punkten zu gewinnen.

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Fight Night Dorsten 2012

Bei der Fight Night 2012 der Dorstener Workers Hall verpasste Lokalmatador Tobias Voss seinen ersten Deutschen Meistertitel im K1. Genau wie die übrigen Wiorkers-Hall-Kämpfer zeigte der 20-Jährige in der Juliushalle aber eine starke Leistung.
29.04.2012
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© Joachim Lücke
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Tobi Voss kämpft bei der Champions Fight Night in Mülheim um den DM-Titel im K1 bis 90 kg.© Foto:Pieper
© Ralf Pieper
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Schlagworte Dorsten

Sein Trainer Sebastian Louven hatte vor allem deshalb nach dem Fight Redebedarf und schnappte sich den Ringrichter. „Diese Strafen waren ein Witz. Die Tritte kamen aus der Bewegung und Tobi trifft nicht einmal“, ärgerte sich Louven. Zumal der erste Punktabzug Voss ohne vorherige Verwarnung traf. Doch Louven ist Sportsmann genug, um zuzugeben, dass es auch ohne die Abzüge sehr schwer geworden wäre, Dadzie zu besiegen.

Denn der 26-Jährige aus der Hauptstadt war genau das Schwergewicht der Szene, das Louven im Vorfeld angekündigt hatte. Bis in die fünfte Runde sehr flink auf den Beinen und mit ebenso harten wie präzisen Schlägen und Tritten hatte er den gewohnt bissigen Voss in Schach gehalten. Der Dorstener landete angefeuert von seinen vielen Fans in der Halle zwar auch einige Treffer, die Dadzie ordentlich durchschüttelten, am Ende ließen aber in der stickigen Hallenluft auch die Kräfte nach. Zurückwerfen wird Voss diese Niederlage nicht, ist sich Louven sicher: „Der Junge brennt. Den könnte ich schon morgen wieder in den Ring stellen und er würde alles raushauen, was er hat.“

Genau das taten am Samstagabend auch die anderen Kämpfer der Workers Hall. So feierte Eda Arslan (Klasse bis 48 kg) einen einstimmigen Punktsieg gegen Lucia Langer (BSK Ahlen) und Carola Steenjes (-82 kg) setzte sich in einem beherzten Kampf gegen Chrisula Mirtsou (Team Coach Kalla Köln) durch. Einen Punktsieg holte auch Joel Banaschewski (-67 kg) gegen Brahim Bairi (Rings of Glory). Punktniederlagen kassierten dagegen Maxi Datko (-57 kg) gegen Jusuf Kartal (Athletic Sports Oberhausen), Navaf Demiz (-70 kg) gegen Ahmet Bairi (Rings of Glory) und Kai Lemnitzer (-83 kg), der seinen ersten K1-Kampf knapp gegen Angelo Squeglia (Thaibox Club Alt-Arnsberg) verlor.

Den schnellsten Knock-Out des Abends holte sich Andreas Bastron (Athletic Sports Oberhausen), der in der Klasse bis 75 Kilogramm Dennis Konopka (Team Coach Kalla Köln) nach 42 Sekunden auf die Bretter schickte. Der inoffizielle Titel für den härtesten Fight des Abends ging an Kevin Klinger (Team Popeye Hamburg) und Nico Falin (Fight Lounge Dortmund). Im Duell der Schwergewichte rettete sich Klinger nur mit viel Mühe über die Zeit, nachdem Falin ihn mit einem harten Drehkick zu Boden gebracht hatte. Am einstimmigen Punktsieg des Oberhauseners gab es keine Zweifel.

Für Stimmung in der Juliushalle sorgten vor allem die Fans von Volkan Günes aus der Dorstener Mad Monkey Academy. Im einzigen Mixed-Martial-Arts-Kampf des Abends zwang Günes Nicolas Villalon (Fight Lounge Dortmund) nach 2:28 Minuten in der ersten Runde durch einen Armhebel zur Aufgabe – und wurde von seinen Fans anschließend auf den Schultern durch die Halle getragen. Dieses Gefühl blieb Voss am Samstagabend noch verwehrt. Nach seinem mutigen Auftritt steht aber fest: Die nächste Titelchance kommt bestimmt. 

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