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Tobi Voss winkt ein Profi-Vertrag

Boxen

Tobi Voss steht vor einer wegweisenden Entscheidung: Dem 21-jährigen Dorstener liegt ein unterschriftsreifer Vertrag eines Profi-Boxstalls vor. Oder bleibt er doch in der Workers Hall bei seinem Ziehvater Sebastian Louven?

DORSTEN

von Von Jan Große-Geldermann

, 01.07.2013
Tobi Voss winkt ein Profi-Vertrag

Tobias Voss tritt am 18. Oktober wieder in seiner Heimatstadt Dorsten an.

Voss ist sich nicht ganz sicher: „Eine ganz, ganz schwere Entscheidung. Ich werde mir einige Tage Zeit nehmen.“ Eine Tendenz ist aber zu erkennen, denn Voss weiß, dass er so eine Chance nicht mehr oft bekommen wird: „Das Angebot ist schon sehr reizvoll.“ Das sieht auch Sebastian Louven so: „Tobi wollte immer Profi werden. Jetzt hat er die Chance und sollte es versuchen.“ Leicht würde es dem Workers-Hall-Chef nicht fallen, sein größtes Talent gehen zu lassen. „Klar ist da auch ein weinendes Auge dabei. Aber ich kann Tobi hier keine Profi-Bedingungen bieten. Die bekommt er nur in einem größeren Boxstall.“

Allerdings: So ganz würde Voss, der in Duisburg Politikwissenschaften studiert, gar nicht gehen. Zwischen den Kämpfen könnte er sich bei Louven fit halten. Nur für die unmittelbare Vorbereitung auf die Fights würde er Dorsten verlassen, um zu den Trainern des Boxstalls zu fahren, dessen Namen Voss noch nicht verraten will. Nur soviel: Den Vertrag, der ab dem 1. September für drei Jahre gelten soll, hat Voss aus Berlin mitgebracht. Dort absolvierte er einige Tage eine Art Sichtungstraining und fiel den Coaches sofort auf: Von den knapp 40 Kandidaten bekamen nur vier ein Angebot – und Voss war dabei. Wegen der guten Trainingseindrücke, aber auch wegen des Siegs in einem Probekampf bei einer Privatveranstaltung in Stuttgart gegen einen erfahrenen Kämpfer aus Ungarn.

Auch den medizinischen Test bestand Voss ohne Probleme. „Die haben ihn einmal auf links gezogen. Aber er ist gesund und topfit. Das wusste ich allerdings auch schon vorher“, sagt Louven, der den Kämpfer Voss wie kein Zweiter kennt und von ihm komplett überzeugt ist: „Er hat das Zeug zum Profi. Das Talent ist sowieso da, aber auch der Trainingsfleiß und die nötige mentale Stärke.“ Louven sieht in dem Angebot an Voss auch die Bestätigung seiner Arbeit: „Einen Profi-Boxer ausgebildet zu haben, ist für mich die größte Ehre, die ich mir vorstellen kann.“

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