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Reinhardts Rio-Traum platzt

Rudern

Der Traum von den Olympischen Spielen in Brasilien ist für Charlotte Reinhardt am Dienstagabend bei der Rotsee-Regatta im schweizerischen Luzern geplatzt – und zwar mit einem lauten Knall. Platz fünf ließ den Frauen-Achter des Deutschen Ruderverbands fassungslos zurück.

DORSTEN

, 24.05.2016
Reinhardts Rio-Traum platzt

Enttäuschung im deutschen Boot: Lea-Katleen Kühne (Mitte) kämpft hinter Charlotte Reinhardt (l.) mit den Tränen.

Dass es schwer werden würden, sich einen der ersten beiden Plätze und damit das Ticket für Rio zu sichern, war Reinhardt und Co. schon vor dem Rennen klar. Doch mit einem so deutlichen Rückstand hatte im deutschen Lager niemand gerechnet. Die überraschend starken Rumäninnen waren als Sieger in 6:02,56 Minuten fast 13 Sekunden schneller als das deutsche Boot (6:15,40 min). Auch die Niederlande (6:04,20 min) lagen als Zweiter komplett außer Reichweite. Sogar Australien (6:07,35 min) und China (6:07,39 min) waren deutlich schneller als der DRV-Achter.

„Die Frauen haben sich konsequent vorbereitet und alles gegeben, aber die Gegnerinnen waren doch deutlich überlegen“, sagte DRV-Vorsitzender Siegfried Kaidel, der einen harten Einschnitt ankündigte: „Im Frauen-Rudern müssen wir uns neu aufstellen, um international wieder mithalten zu können.“

Tränen nach dem Rennen

Was dieser Satz für Charlotte Reinhardt bedeutet, ist noch offen. Auch ihr Trainer Sebastian Schmelzer, der sie in Luzern unterstützte, will nicht spekulieren: „Wir müssen das erst einmal sacken lassen. Dieses Ergebnis war in der Deutlichkeit überraschend und ist deshalb ernüchternd für uns alle. Bei der EM vor wenigen Wochen lagen wir vier Sekunden hinter Rumänien, jetzt sind es 13. Das gibt einem schon zu denken.“

Der deutliche Rückstand und der geplatzte Traum vom Olympia-Start sorgte bei den deutschen Ruderinnen auch für einige Tränen nach dem Zieleinlauf. „Charlotte hat sich aber schnell wieder gefangen“, sagte Schmelzer. „Wir werden sie jetzt so schnell wie möglich wieder aufbauen. Die Saison ist ja auch noch nicht zu Ende.“

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