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BSV Wulfen beendet die Saison als Sechster

Basketball

Eigentlich herrschte beim BSV Wulfen am Samstag Zufriedenheit. Mit Platz sechs hatten Trainer Maik Berger und sein Team die Erwartungen im Laufe der Saison mehr als erfüllt. Doch nach dem Spiel gegen den TV Salzkotten mischten sich auch Wut und Ärger unter die Emotionen zum Saisonabschluss.

WULFEN

von Von Andreas Leistner

, 13.04.2014
BSV Wulfen beendet die Saison als Sechster

Wulfens Eigengewächs Rene Penders (r.) zeigte auch im letzten Saisonspiel noch einmal, dass er in der 1. Regionalluga eine gute Rolle spielen kann.

Auslöser für die Wulfener Enttäuschung waren die beiden Unparteiischen. In dem „Endspiel um Platz fünf“ hatten Gabe Caligiuri und Alexander Nevries mit ihren Entscheidungen auf beiden Seiten immer wieder für Stirnrunzeln, Achselzucken und Verwunderung gesorgt. 20 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit sah es dann aber so aus, als sollten doch die beiden Mannschaften für die Entscheidung auf dem Feld verantwortlich bleiben. Aber dann schaffte es Caligiuri noch, entscheidenden Einfluss zu nehmen.

Wulfen führte mit 89:85, konnte sich sogar einen Salzkottener Dreier erlauben. Nur nicht das, was Caligiuri pfiff: ein Foul bei einem erfolgreichen Drei-Punkte-Wurf. „Übeltäter“ Steffen Hummelt verstand die Welt auch eine halbe Stunde nach Spielende nicht: „Wie können solche Leute ein Spiel entscheiden!“ Hummelt war sich bei seiner Aktion keiner Schuld bewusst, und auch sonst hatte eigentlich niemand eine Berührung von Salzkottens Amerikaner Donovan Morris gesehen. Das spielte aber keine Rolle mehr. Morris traf den Dreier und verwandelte den anschließenden Freiwurf zum 89:89. Dass Wulfen es in den verbleibenden 15 Sekunden nicht verstand, noch einen Wurf abzugeben oder ein Foul zu ziehen, mussten sich die Gastgeber am Ende selbst vorwerfen. Auch mit der Freiwurfquote von 44 Prozent war kein Staat zu machen, geschweige denn ein Spiel zu gewinnen. Dass Lukas Kazlauskas, der nach dem Seitenwechsel heiß lief, bei seinem letzten Dreier zum 100:101 fünf Sekunden vor Ende der Verlängerung ähnlich bedrängt wurde wie Morris am Ende der regulären Spielzeit, wollte da bei der Spielanalyse schon gar kein Wulfener Verantwortlicher mehr erwähnen.

Unterm Strich stand ein sehenswertes Spiel, in dem der BSV noch einmal bewies, dass er an guten Tagen auch den Spitzenteams der Regionalliga gefährlich werden konnte. Quasi als Spiegel der gesamten Saison spielten auch die Eigengewächse Rene Penders und Thorben Vadder dabei eine gute Rolle. Sie heranzuführen, war eines der Ziele von Trainer-Neuling Maik Berger gewesen. Seine Auszeichnung als „BSV-Trainer des Jahres“ war auch eine Anerkennung für die Entwicklung von Spielern wie Penders und Vadder oder auch Center Philipp Mazur, der gleich zum „Spieler des Jahres“ gekürt wurde. Wulfens Fans feierten Berger und Co. deshalb nach Spielende ausgelassen und dankten ihnen für eine „geile Saison“. Die Schiedsrichter waren da längst kein Thema mehr.

Günther (12, 8 Assists), Hummelt (8/2), Penders (6/2), Terboven (2), Gashi, Brown (25/1, 17 Rebounds), Geier, Kazlauskas (38/3), Vadder (10).