WSC-Spieler Burak Katirci (25): „Wäre ich konzentrierter gewesen, wäre das nicht passiert“

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Bei der 1:4-Niederlage gegen Ahaus verursachte Burak Katirci einen Elfmeter. Was bei den anderen schon wieder abgehakt ist, verursacht bei dem 25-Jährigen immer noch Kopfschmerzen.

Werne

, 05.11.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war eine von vielen unglücklichen Szenen bei der 1:4-Niederlage des Werner SC gegen den SV Eintracht Ahaus. Nach einer Standardsituation für die Gäste will Burak Katirci den Ball klären. Dabei sieht er den von hinten heran sprintenden Spieler nicht und trifft ihn voll - Elfmeter für Ahaus.

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Für den WSC war das nur eine von vielen Szenen, die die deutliche Niederlage ausgemacht hat. „Kopf hoch, das passiert halt manchmal“, hörte Burak Katirci schon auf dem Spielfeld von seinen Mannschaftskollegen. Der 25-Jährige selbst sieht die Situation allerdings deutlich kritischer.

Burak Katirci nimmt sich selbst in die Pflicht

„Natürlich bleibt das einem im Kopf. Das war einfach doof“, sagt der Defensivspieler des WSC und nimmt sich selbst in die Pflicht. „Wäre ich konzentrierter gewesen, wäre mir das wohl nicht passiert.“

Für den 25-Jährigen besonders ärgerlich: Eigentlich ist er gerade in einer guten Form. Seit dem Deuten-Spiel und dem Ausfall von Yannick Lachowicz steht er regelmäßig in der Startelf. „Das ist für mich natürlich überragend. Ich war selbst ein wenig überrascht, aber es ist einfach schön“, sagt er.

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„Natürlich fehlt uns Lacho. Aber Buri macht seine Sache auf der Sechs wirklich gut“, lobte Lars Müller seinen Spieler. „Wenn jemand wichtiges ausfällt, ist es immer gut zu sehen, wenn die anderen dann abliefern. Und das tut er definitiv.“

Deutlicher Aufwärtstrend für den 25-Jährigen

Für Katirci zeigt sich jetzt ein deutlicher Aufwärtstrend nach einer eher schwierigen vergangenen Saison. Im Sommer 2018 war er zum Werner SC gewechselt, damals kam er nach einer einjährigen Fußballpause zurück. „Ich war ein halbes Jahr verletzt und habe dann noch ein halbes Jahr pausiert. Da musste ich erstmal den Weg zurückfinden“, beschreibt der 25-Jährige die vergangene Spielzeit.

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Doch jetzt läuft es - für ihn persönlich und für die Mannschaft. Dass die Niederlage gegen Ahaus vor den wichtigen Spielen gegen Kinderhaus und Mesum zu einem ungünstigen Zeitpunkt kommen könnte, macht dem Defensivspieler keine Sorgen: „Natürlich wären wir bei einem Sieg mit breiterer Brust in die Spiele gegangen. Aber jetzt müssen wir halt daran denken, dass wir etwas gut zu machen haben.“

„Wir sind super glücklich, wissen das aber auch einzuordnen“

Druck, die Tabellenführung unbedingt bis zur Winterpause behalten zu müssen, sieht Burak Katirci nicht. „Wir sind superglücklich über den ersten Platz, aber wissen das auch einzuordnen. Unsere Mannschaft ist sehr jung, da erwartet niemand den Aufstieg von uns“, erklärt er.

Aber dennoch: Ganz ohne Ambitionen will auch der 25-Jährige nicht in die beiden wichtigen Spiele gehen: „Wir sind Sportler. Wenn es die Möglichkeit gibt, als Tabellenführer in die Winterpause zu gehen, hängt man sich dafür natürlich voll rein. Auch, wenn es schwere Gegner sind.“

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