WSC-Keeper Henrik Pollak ist nur noch die Nummer drei unter Coach Lars Müller

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In der vergangenen Saison stand Henrik Pollak (20) neun Mal zwischen den Pfosten beim Werner SC. In dieser Spielzeit kam er jedoch noch gar nicht zum Einsatz. Frust schiebt er aber nicht.

von Marcel Schürmann

Werne

, 12.12.2019, 22:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neun Mal hütete Henrik Pollak (20) in der vergangenen Saison das Tor des Fußball-Landesligisten Werner SC und machte seine Sache dabei immer ordentlich. Trotzdem vertraut WSC-Trainer Lars Müller in dieser Saison anderen Kräften.

Jorma Hoppe ist als klare Nummer eins gesetzt. Manuel Linke ist in der Hierarchie die Nummer zwei und kam dann zum Einsatz, wenn Hoppe verletzt ausfiel. In der Liga war dies erst einmal bei der 0:3-Niederlage in Mesum der Fall. Im Pokalwettbewerb spielte meistens Linke. Henrik Pollak war bislang immer außen vor.

WSC-Keeper Henrik Pollak ist nur noch die Nummer drei unter Coach Lars Müller

Inzwischen ein ungewohnter Anblick: In der vergangenen Saison hütete Pollak (unten) noch neun Mal das Werner Tor, in dieser Spielzeit noch nie. © Sascha Keirat

„Jorma ist der beste Torwart von uns dreien“

„Es ist natürlich nicht schön, nicht im Kader zu sein“, macht Pollak keinen Hehl aus der für ihn unangenehmen Situation. Dennoch habe er die Rollenverteilung akzeptiert. „Ich kann es verstehen, dass Manu (Manuel Linke, Anm. d. Red.) die Nummer zwei ist. Er ist sehr erfahren und so einen braucht jede Mannschaft.“

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Und auch das Torwarttrikot mit der Nummer eins trägt Jorma Hoppe laut Pollak völlig zurecht: „Es ist für die Mannschaft und auch für mich wichtig, dass es eine klare Nummer eins gibt. Es war abzusehen, dass Jorma die Nummer eins wird - spätestens nach dem ersten Spiel. Er ist in meinen Augen der beste Torwart von uns dreien und bringt ein enormes Talent mit.“

Drei Einsätze für die Reservemannschaft

Hoppe ist gerade mal ein halbes Jahr älter als Pollak. Für die Nummer drei hat die Nummer eins ihm gegenüber aber einen klaren Vorteil: „Im Gegensatz zu Jorma habe ich in der Jugend nie höher gespielt als Kreisliga.“

Pollak stellt sich voll in den Dienst der Mannschaft. Spielpraxis in dieser Saison sammelte er immerhin in drei Spielen für die Werner Reserve in der Kreisliga B. „Ich gebe im Training immer Gas und versuche der Mannschaft weiterzuhelfen“, sagt der 20-Jährige. „Aber ein Pflichtspiel ist natürlich etwas ganz anderes als ein Trainingsspiel.“

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Auch ohne Spielanteile in der ersten Mannschaft - Wechselgedanken hat Pollak keine. „Nein“, sagt er, „damit habe ich mich nie befasst. Ich muss sagen, die Mannschaft ist charakterlich megageil. Ich habe jedes Mal Bock zum Training zu gehen und brauche auch nur fünf Minuten zum Platz.“ Darüber hinaus steht der junge Schnapper vor seiner Abschlussprüfung als Industriekaufmann. „Da brauche ich gerade keinen Vereinswechsel.“

WSC-Keeper Henrik Pollak ist nur noch die Nummer drei unter Coach Lars Müller

Volle Identifikation mit dem Verein: Auch als Torwart Nummer drei steht Henrik Pollak (r.) oft unter Strom. © Timo Janisch

Dennoch: Am Ende der Saison will Pollak auch einmal zwischen den Pfosten gestanden haben - aber nicht auf Teufel komm‘ raus: „Natürlich hoffe ich, dass ich auch mal spielen kann. Ich werde in der Vorbereitung auf die Rückrunde da weitermachen, wo ich aufgehört habe und weiter mein Bestes geben. Am Ende ist es mir aber egal, ob ich spiele, oder auf der Bank sitze.“ Viel wichtiger sei, dass die Mannschaft Erfolg hat. „Und dazu will ich beitragen - egal ob ich spiele oder nicht.“

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