„Wir wollen gucken, wo die Werner Spielerinnen sind“ - Frauen rücken beim WSC in den Fokus

Werner SC

Der Werner SC will seine Frauenfußballabteilung weiter voran bringen. Ein erster Schritt dafür wurde bereits vor wenigen Tagen getan. Stan Overmann hat dabei den lokalen Aspekt im Blick.

Werne

, 14.06.2019, 14:28 Uhr / Lesedauer: 2 min
„Wir wollen gucken, wo die Werner Spielerinnen sind“ - Frauen rücken beim WSC in den Fokus

WSC-Vorsitzender Stan Overmann hat viel vor mit der Frauen-Fußballabteilung des Vereins. © Felgenträger

Erst vor wenigen Wochen erklärte Stan Overmann im Bezug auf die erste Herrenmannschaft: „Nur wir bekommen die Werner Talente zurück.“ Jetzt kommt die nächste Ansage - dieses Mal für den Damen-Bereich: „Wir wollen auch gucken, wo die Werner Spielerinnen sind.“

Stan Overmann war die Freude über die Nachricht, die er diese Woche mitteilte, anzuhören. Der Vorsitzende des Werner SC klang regelrecht euphorisch, als er bekanntgab: „Ab 1. Juli kommt die Damenmannschaft mit in den Bereich der Seniorenabteilung beim WSC.“ Was bedeutet das? Erst vor wenigen Tagen haben sich die Vorstandsmitglieder des WSC getroffen und haben bei einer gemeinsamen Absprache darüber entschieden, den Frauenfußball mehr in den Fokus des Werner SC rücken zu wollen.

„Damenfußball ist immer etwas untergegangen“

„Der Damenfußball ist immer etwas untergegangen“, erklärt Overmann dazu. Jetzt soll die Damenfußballabteilung, die bislang der Juniorenabteilung des WSC angehörte, dem Seniorenbereich zugeordnet werden. Ein symbolischer Akt, der die WSC-Damen für die Zukunft stärker in das Rampenlicht rücken soll.

„Wir wollen den Damenfußball mehr fördern. Dieser hat leider nicht so den richtigen Stellenwert“, macht Overmann deutlich. Doch was tun? „Wir wollen schwerpunktmäßig auf die eigene Jugend setzten und diese mehr fördern“, erklärt er, um dann nachzulegen: „Wir wollen auch gucken, wo die Werner Spielerinnen sind.“

Gleich zwei Beispiele führte er dabei an: Zum einen die Herrenmannschaft, die es in den letzten Jahren zu einem gestandenden Landesligisten geschafft hat. „Viele denken, dass alles in die erste gesteckt wird. Wir wollen den Damenfussball aber nicht vernachlässigen. Es muss möglich sein eine attraktive Damenmannschaft auf die Beine zu stellen“, erklärt er.

Frauen-Fußball verdient mehr Aufmerksamkeit

Das zweite Beispiel hängt mit einem aktuellen Event zusammen, nämlich der Frauen-Fußball-WM. Als die DFB-Frauen vor wenigen Tagen gegen Spanien gespielt hatte, hätte man das kaum auf den Straßen gemerkt. „Wäre es ein Spiel der Herren gewesen, wäre auf den Straßen nichts los gewesen, weil alle das Spiel geguckt hätten“, so Overmann. Laut ihm verdient der Frauen-Fußball mehr Aufmerksamkeit.

Ein konkretes Ziel, wo es für die WSC-Damen - die aktuell in der Kreisliga B spielen - demnächst hingehen soll, wollte Overmann noch nicht nennen: „Wir wollen Leute überzeugen zurück zu kommen.“ Für Overmann ist dies ein weiter Weg. Von einem Aufstieg gleich im ersten Jahr, wolle er deshalb gar nicht erst sprechen. Für ihn hat das Ganze eine langfristige Wichtigkeit.

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