Wie bei RAF Camora und Bonez MC: Die Ruhe nach dem Sturm beim Werner SC

dzFußball-Rückblick

Die Mannschaft des Werner SC hat sich innerhalb der letzten Spielzeit gut entwickelt, den Klassenerhalt früh eingetütet. Nächste Saison soll der nächste Schritt folgen.

von David Döring, Marcel Schürmann

Werne

, 06.06.2019 / Lesedauer: 3 min

In unserem Fußball-Rückblick schauen wir auf alle Teams der abgelaufenen Saison aus Werne und Herbern. Teil 1: Werner SC (Landesliga, Platz 11, 39 Punkte, 11 Siege, 6 Unentschieden, 13 Niederlagen)

Das Spiel der Saison: Der 3:1-Sieg gegen die SG Borken am 25. Spieltag. Durkalic, Link und Schuster schossen zur Pause schon eine 3:0-Führung heraus. Ein vorentscheidender Schritt zum Klassenerhalt. Zuvor hatte der Werner SC drei Spiele am Stück verloren und die Abstiegssorgen schienen wieder größer zu werden. Mit dem Sieg schaffte es der WSC aber, sich entscheidend abzusetzen, damit in den letzten Saisonspielen keine Gefahr mehr aufkam.

Das Highlight der Saison: Sicherlich das Derby in der Hinrunde gegen den SV Herbern vor 600 Zuschauern. Es war erst das zweite Landesliga-Derby im Lindert gegen den Nachbarn nach über 30 Jahren. Der WSC zeigte Moral: Trotz zweifachen Rückstands erkämpfte die Truppe von Lars Müller am Ende ein 2:2-Remis. Robin Przybilla traf doppelt (29. und 88.).

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Wendepunkt der Saison: Die beiden Siege gegen die direkten Konkurrenten im Abstiegskampf in der Rückrunde. Gegen den SuS Stadtlohn (3:0) und Borken gewann der WSC (3:1) in der Rückrunde. Beide Male verloren die Werner zuvor drei Spiele am Stück, konnten aber durch die Siege für Entlastung sorgen und sich so von direkten Konkurrenten im Abstiegskampf distanzieren.

Kuriosum der Saison: Nach dem letzten Spieltag in Bockum-Hövel ging es für das WSC-Team via Planwagen zurück nach Werne - mit reichlich Bier im Gepäck. Dabei zog ein Spieler blank und präsentierte seine Kehrseite den Menschen in der Umgebung. Zur Aufregung eines Anwohners, der die Polizei rief. Das rief einen weiteren Werner Spieler dazu auf seinen Hintern zu präsentieren. Ausgang mit der Polizei? Unklar. Ein Saisonabschluss für den …

Das Lowlight der Saison: 0:5 gegen Westfalia Kinderhaus, 1:5 gegen den SC Münster und 2:7 gegen Eintracht Ahaus. Die drei sehr deutlichen Niederlagen schmerzten beim WSC sehr und ließen einige Fragezeichen offen über den sportlichen Zustand der Mannschaft, die erst mit dem endgültigen Klassenerhalt kurz vor Saisonende beantwortet werden konnten.

Der Spieler der Saison: Daniel Durkalic. Durkalic übernahm Verantwortung als Kapitän, erzielte 13 Saisontreffer und war damit die große und einzige Konstante im Offensivspiel des Werner SC.

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Die Maschine(n) der Saison: Zoran Martinovic, Daniel Durkalic, Marvin Stöver. Die drei sind die Dauerbrenner beim WSC. 29 Einsätze hatten alle drei jeweils, hatten jeweils über 2500 Einsatzminuten. Stabile Zahlen für drei Stammkräfte, auf die sich der WSC jederzeit verlassen konnte.

Das sagt der Trainer: „Wir haben die ganze Saison nicht einmal auf einem Abstiegsplatz gestanden. Damit haben wir unser Ziel eindeutig geschafft. Das zweite Ziel war es, jeden einzelnen Spieler besser zu machen. Das haben wir durch die Bank bei jedem hinbekommen. Manche haben größere Sprünge gemacht, aber jeder einzelne ist besser als im Vorjahr. Der Weg wird sein, diese Spieler nächste Saison weiterzuentwickeln.

Wie bei RAF Camora und Bonez MC: Die Ruhe nach dem Sturm beim Werner SC

Lars Müller ist zufrieden mit der Entwicklung seiner Mannschaft. © Helga Felgenträger

Die Saison als Song: „Ruhe nach dem Sturm“ von RAF Camora und Bonez MC. Nach dem Sturm des Abstiegskampfes folgt nun die ersehnte Ruhe in der Sommerpause für den Werner SC. Schießt der Werner SC in der kommenden Saison ähnlich hoch in der Tabelle, wie RAF Camora und Bonez MC in den Charts, kann sich der WSC schon auf die kommende Saison freuen.

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