Wernes Trainerin Beate Przybilla: „Mein Herz liegt an den TVW-Damen“

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In dieser Woche beginnt für die Handball-Damen des TV Werne schon die Vorbereitung auf die anstehende Saison 2019/20. Neu beziehungsweise wieder mit dabei ist die Trainerin, Beate Przybilla.

von Marcel Schürmann

Werne

, 24.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Als „Handball-Urgestein“ hat der Geschäftsführer Handball des TV Werne, Markus Steinhoff, Beate Przybilla in einem Interview beschrieben. Dass diese Bezeichnung nicht von Ungefähr kommt, dafür reicht ein Blick in die Vergangenheit der Handball-Trainerin.

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Von 2001 bis 2003 coachte Przybilla erstmals die Handball-Damen, dann nochmal ab 2004 - damals noch als Spielertrainerin. Das Jahr 2004 läutete Przybillas erfolgreichste Zeit beim TVW ein, sie schaffte auf Anhieb den Aufstieg von der Bezirks- in die Landesliga, und von da den direkten Durchmarsch in die Verbandsliga, wo sie noch zwei Jahre als Trainerin an der Seitenlinie mitwirkte.

Abschied in den Jugendbereich

Danach verabschiedete sie sich in den Jugendbereich, coachte fast sieben Jahre ein Team von der E- bis zur B-Jugend hoch. Vor zwei Jahren kam das Aus beim TVW. „Aus Zeitgründen“, wie Przybilla unserer Redaktion bestätigt, „und weil der Mannschaft auch ein Tapetenwechsel gut getan hat.“ Fabian Schwenk übernahm für sie, wechselte aber schnell zu den Damen.

Nach der abgelaufenen Saison, die für die TVW-Damen bekanntlich auf dem Abstiegsrelegationsplatz in der Landesliga endete, war auch gleichzeitig Schluss für Schwenk. Ralf Wolters kam interimsmäßig für die Relegation, die der Klub nach langem Zittern und Bangen überstand (wir berichteten).

Seit vergangener Woche ist klar: Es übernimmt wieder Beate Przybilla. „Mein Herz liegt einfach am TVW und an der Damenmannschaft“, sagt die neue, alte Trainerin, die bei den Damen in ihre dritte Amtszeit geht. „Es ist so eine besondere Mannschaft. Ich habe ja teilweise mit manchen aktuellen Spielerinnen noch zusammengespielt.“

Den TVW nie aus den Augen verloren

Der Zeitpunkt, als Linda Hillebrand, Spielerin beim TVW, auf sie zukam und sie bat, das Traineramt zu übernehmen, kam für Przybilla trotz der vergangenen turbulenten Wochen eher überraschend. „Ich weiß, dass noch ein anderer Trainer im Gespräch war. Das hat aber wohl nicht geklappt. Ich hatte mir zu dem Zeitpunkt eh nicht so viele Gedanken gemacht. Die Anfrage kam letzte Woche für mich dann ziemlich spontan“, sagt Przybilla. Von Eitelkeit keine Spur. Die Trainerin habe die TVW-Damen nie aus den Augen verloren und zuletzt auch jedes der drei Relegationsspiele live vor Ort mitverfolgt.

Als übergeordnetes Ziel für die kommende Saison hat Przybilla natürlich den Ligaverbleib ausgemacht: „Wir wollen möglichst schnell den Klassenerhalt perfekt machen, damit wir nicht wieder so lange zittern müssen.“ Beate Przybilla sagt, sie hätte das Traineramt wohl auch übernommen, wenn der TVW in der Relegation tatsächlich abgestiegen wäre. „Der Verein konnte ja schlecht planen zuletzt. Wäre der TVW in der Bezirksliga gelandet, hätte man wohl nicht so viele Spieler bekommen können. Ich wäre aber auch im Falle eines Abstiegs gekommen. Als Landesligist können wir jetzt noch die Fühler nach guten Spielern ausstrecken und mal gucken, ob noch die eine oder andere Verstärkung kommt.“

Beate Przybilla: „Brauche den Ballsport“

Seit ihrem zwölften Lebensjahr spielt Przybilla Handball beim TVW. Erst Spielerin, dann Spielertrainerin, jetzt Cheftrainerin und dann? Vereinsfunktionärin? „Nein“, sagt die 46-Jährige lachend, „ich brauche den Ballsport. Der begeistert mich. Ich spiele auch noch Tennis zum Ausgleich - zwar nicht leistungsmäßig, aber es macht Spaß, sich ein bisschen zu bewegen.“

Diesen Spaß will sie jetzt auch den TVW-Damen wiedergeben - auf der Platte. Damit es eine entspanntere, sorgenfreiere Saison wird als die abgelaufene.

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