Werner SC verbaselt eine 3:0-Führung und bestimmt seinen Kapitän

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Im Testspiel gegen Lohauserholz-Daberg sieht eine Halbzeit für den Werner SC alles gut aus - dann bricht der Landesligist ein. Am Ende gibt es sogar noch eine Rote Karte.

von Nico Ebmeier

Werne

, 19.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein bisschen dürfte dieses Spiel des Fußball-Landesligisten Werner SC an das Revierderby zwischen Schalke und Dortmund von 2017 erinnern. Der WSC führte gegen den TuS Germania Lohauserholz-Daberg mit 3:0, hatte alles im Griff und brach in der zweiten Halbzeit ein. Wie beim Derby gab es auch für die Werner eine Rote Karte.

„Dafür ist es ja ein Testspiel. Wäre das in der Saison gewesen, wäre es wesentlich bitterer“, ordnete WSC-Coach Lars Müller die Partie vom Dienstagabend ein. „Wir haben ein gutes Spiel gemacht und schenken ihnen dann drei Tore. Das darf uns so nicht passieren.“

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Schon nach elf Minuten ging der Landesligist gegen den Bezirksligisten aus der Staffel 7 in Führung. Nach einem schönen Konter zog Jannik Prinz nach innen und vollendet sehenswert zum 1:0. Kurze Zeit später funktionierte das WSC-Pressing so gut, dass Lohauserholz-Daberg den Ball knapp 25 Meter vor dem eigenen Tor vertändelte. Burak Katirci schaltete am schnellsten und setzte Chris Thannheiser in Szene, der zum 2:0 traf (27.).

Fast schon die Entscheidung sorgte dann nach 36 Minuten nochmal Jannik Prinz herbei. Nach einer Ecke war kurz Unruhe im TuS-Strafraum, Prinz nutzte dies aus und vollendete seinen Doppelpack. „Dann muss das Spiel entschieden sein. Du darfst einen Gegner dann nicht mehr rankommen lassen“, kritisierte Trainer Müller.

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Doch genau das passierte dem WSC. Ein individueller Fehler (40.) und zwei unnötige Elfmeter (47., 86.) brachten den Underdog wieder zurück ins Spiel und entrissen Werne den Sieg. Beide Strafstöße verursachte dabei Katirci, der dadurch auch mit einer Gelb-Roten Karte vom Platz gestellt wurde.

„Solche Spiele sind aber eben auch wichtig. Daraus habe ich wieder viel für den Ligastart gelernt“, so Lars Müller, der sich jetzt auch endgültig auf seinen Kapitän festgelegt hat. Trug im ersten Test gegen Alstedde noch Zoran Martinovic die Binde, hatte sie am Dienstagabend wieder Chris Thannheiser um den Arm gebunden. Dieser wird nun auch als Kapitän in die Saison gehen.

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„Ich verstehe immer den ganzen Wirbel um das Kapitänsamt nicht wirklich. Es gibt so viel Wichtigeres, als diese Binde um den Arm. Jeder Spieler sollte Verantwortung übernehmen“, erklärte Müller. In den kommenden zehn Tagen testet der WSC nun noch vier Mal, um bestmöglich in das erste Ligaspiel am 6. September, gegen den VfL Senden zu gehen.

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