Werner SC erlebt deutliche Pleite gegen die Heimmacht aus Deuten

Fußball: Landesliga

Für den Werner SC gab es am Sonntag einen Dämpfer in seinem Spitzenreiter-Lauf: Gegen Rot-Weiß Deuten setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage.

von Niklas Berkel, Johanna Wiening

Deuten, Werne

, 13.10.2019, 21:38 Uhr / Lesedauer: 2 min
Werner SC erlebt deutliche Pleite gegen die Heimmacht aus Deuten

Youssef Saado (blaues Trikot, vorn) traf gegen Rot-Weiß Deuten – allerdings aus einer vermeintlichen Abseitsposition. © Pieper


Zuletzt hatten die Landesliga-Fußballer des Werner SC einen Lauf. Mit fünf Punkten Abstand thronten sie vor diesem Spieltag an der Tabellenspitze. Doch nun kam der Dämpfer: Gegen Rot-Weiß Deuten setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage. Die Werner hadern nach dem Schlusspfiff mit dem Schiedsrichter und den eigenen Fehlern.

Landesliga 4
RW Deuten - Werner SC 3:0 (0:0)

„Wenn du so viele einfache Fehler machst, gewinnst du am Ende kein Spiel“, resümiert WSC-Trainer Lars Müller nach dem Abpfiff. Auch wenn die Deutener deutlich gegen den Tabellenführer aus Werne gewannen, war der Sieg am Ende doch glücklich. „Denn irgendwie war das ein komisches Spiel“, sagte Frank Frye, der Trainer der Deutener.

In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber − wie zu erwarten − mehr Ballbesitz. Werne definiert sich mehr über eine kompakte Defensive und schnelles Umschalten. Das 3-4-3-System der Gäste war für Deuten ungewohnt, doch die Gastgeber reagierten clever. Die beiden Deutener Außenstürmer liefen die Halbverteidiger der Werner Dreierkette so an, dass die Außenspieler im Deckungsschatten der Stürmer standen. Werne blieb häufig nur der lange Ball.

Aber auch die Deutener konnten nach vorne fast keine Akzente setzen. Viel Mittelfeldgestocher verhinderte den letzten Pass. Die größte Chance der ersten Halbzeit hatte Wernes Stürmer Jannis Vertgewall. Nach einer Flanke verfehlte er das Tor aber deutlich (7.).

Nach der Halbzeit wurden die Gäste dann stärker. Deuten hatte kaum dominante Phasen. Werne ging durch einen Traumvolley von Youssef Saado sogar in Führung, der Treffer zählte aufgrund einer vermeintlichen Abseitsstellung nicht. Und als Deutens Keeper Saado dann von den Beinen holte, wunderten sich viele, dass der Elfmeterpfiff ausblieb. Auch WSC-Trainer Lars Müller ärgerte sich über zwei für ihn zweifelhaften Entscheidungen: „Viele Deutener haben mir gesagt, das wäre kein Abseits gewesen und wir hätten einen Elfmeter bekommen müssen. Das ist für uns natürlich schade.“

Doch danach wurde Deuten wieder stärker. Allen voran: der defensive Mittelfeldspieler Thomas Swiatkowski. Erst traf er sehenswert aus knapp 20 Metern zum 1:0 (68.), dann bereitet er mit einer starken Einzelleistung und einem schönen Diagonalball das 2:0 durch Arthur Fell (76.) vor. Und als Fell drei Minuten später mit dem nächsten Konter den Doppelpack schnürte, war das Spiel entschieden.

Lars Müller attestierte den Gastgebern gute Konterqualitäten: „Das hat Deuten in der Verwertung ordentlich gemacht, die Konter gingen immer rein. Aber sie haben uns nicht hergespielt, wir sind mit unseren Fehlern einfach selbst schuld an der Niederlage.“

Sorgen für die nächsten Wochen macht sich der Werner Trainer nach der Niederlage aber nicht. „Der erste Absteiger hat acht Punkte“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Bleibt aber dabei: „Der Aufstieg war nie das Ziel. Wir stehen mit acht Siegen aus zehn Spielen gerade unglaublich gut da. Da läuft gerade schon vieles wirklich sehr gut. Dann kann man eben auch mal auswärts gegen die beste Heimmannschaft der Liga verlieren und muss sich trotzdem keine Sorgen machen.“

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