Werner SC befreit sich mit drei Toren gegen Borken

Fußball: Landesliga

Nach drei Spielen in Serie ohne eigenes Tor trifft der WSC gegen Borken früh und gleich dreifach. Eine fast perfekte erste Hälfte bringt drei wichtige Punkte.

Werne

, 14.04.2019 / Lesedauer: 3 min
Werner SC befreit sich mit drei Toren gegen Borken

Marvin Schuster (hinten) und Niklas Link (Nummer fünf) bejubeln einen der drei Werner Treffer. Yannick Lachowicz orientiert sich schon in Richtung Anstoßkreis – dort war Borken in Durchgang eins präsenter als im WSC-Strafraum. © Timo Janisch

Lars Müller wirkte erleichtert. Der 3:1-Sieg gegen die SG Borken tut dem Werner SC und seinem Trainer Müller nämlich richtig gut. Der Fußball-Landesligist ließ den Vorsprung auf die Abstiegsplätze am Sonntag nämlich wieder auf sieben Zähler anwachsen.

Landesliga 4


Werner SC – SG Borken


3:1 (3:0)

Nach Abpfiff übte Müller zu allererst aber Kritik. „Du musst das vierte machen, dann ist Ruhe“, sagte der Trainer des Werner SC. Gegner Borken stand schließlich schon zu Beginn des zweiten Durchgangs massiv unter Druck. Mit 0:3 lagen die Gäste in Werne bereits zurück, mussten also Risiko gehen.

Die zahlreichen Kontergelegenheiten und teils deutliche Überzahlsituationen ließen die Werner aber allesamt ungenutzt. Der WSC traf zu oft die falschen Entscheidungen, alternativ haperte es an der Ausführung, wenn mal richtig entschieden wurde. Trotz bester Möglichkeiten blieb Daniel Durkalics Schuss ans Außennetz die gefährlichste Torannäherung der Werner im zweiten Durchgang.

Werne spielt stark gegen den Ball

„Aber es ist ja nicht so, dass es brannte“, sagte Müller. Seine Mannschaft spielte 90 Minuten lang stark gegen den Ball, ließ aus dem Spiel heraus beinahe gar nichts zu. Bezeichnend, dass das 1:3 durch Borkens Bastian Bone nach einem Freistoß fiel. Bone war es auch, den Borken mit zahlreichen langen oder halbhohen Bällen suchte. Den großen und stabilen Stürmer hatte die Werner Defensive allerdings gut im Griff. Seine Elf habe das „über 90 Minuten über weite Teile gut verteidigt“, lobte Müller. Schließlich könne man gegen den kopfballstarken Gegner aber auch nicht jedes eben jener Kopfballduelle gewinnen.

Dass der WSC zur Pause schon so deutlich führte, lag an der nahezu perfekten ersten Halbzeit, die die Müller-Elf zeigte. Mit einer guten Körpersprache und Präsenz – vor allem in Zweikämpfen, in denen der WSC eigentlich körperlich unterlegen war – lief Werne gegen den Ball an. Und fuhr Konter. So dauerte es nur drei Minuten, bis der WSC in Führung ging. Die Hausherren schalteten gut um, in der Mitte köpfte Durkalic gegen die Laufrichtung von Borkens Schlussmann Jason Rudolph zur Führung ein. Es war der erste WSC-Treffer nach torlosen 273 Minuten – ohne Nachspielzeit. „Zumindest war der Matchplan, gegen den Ball so gut zu arbeiten“, sagte Müller. Das klappte nur in einigen wenigen Minuten nach dem 1:3 nicht auf dem ansonsten hohen Level.

Konter werden zur Stärke des WSC

Das Konterspiel entwickelte sich zur großen Werner Stärke im ersten Durchgang. Der starke Niklas Link marschierte über die linke Seite, bei seiner Flanke waren sich Rudolph und dessen Innenverteidiger uneins. Rudolph sprang am Ball vorbei, ein Borkener Verteidiger beförderte den Ball über die Linie – 2:0. Besser machte es WSC-Schlussmann Henrik Pollak.

Der entschärfte zwei Mal stark und leitete das 3:0 überragend vor. Sein Abschlag kam perfekt in den Lauf von Durkalic. Der musste nur noch auf Marvin Schuster querlegen, der das 3:0 erzielte. „Es waren viele gute Dinge dabei“, so Müller. Die durch das Erfolgserlebnis nach drei Pleiten in Serie entspanntere Tabellensituation nahm er entspannt zur Kenntnis: „Wir haben schon das Gefühl, dass wir besser sind als die Punkteausbeute zuletzt.“

Werner SC: Pollak – Martinovic, Link, Stöver, Lachowicz, Durkalic (87. Seifert), Runde, Schuster, Holtmann, Foroghi (80. Husarek), Niewalda (68. Przybilla)

Tore: 1:0 Durkalic (3.), 2:0 Eigentor (19.), 3:0 Schuster (44.), 3:1 Bone (65.)

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