Werner Fußballverein lässt keine Zuschauer mehr auf die Anlage

dzFußball

Die Anzahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben, steigt stetig an. Die Vereine dürfen aktuell zwar weiter Fußball spielen - ein Team hat dennoch Maßnahmen ergriffen.

Werne

, 28.10.2020, 06:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Situation rund um die Corona-Pandemie verschärft sich auch im Sport immer weiter. Viele Sportarten wie Basketball, Volleyball oder Tischtennis pausieren aktuell. Der Fußball läuft weiter - allerdings hat ein Werner Verein nun die ersten Maßnahmen ergriffen.

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Denn seit der Sieben-Tage-Inzidenzwert über 50 liegt, gibt es im Kreis Unna eine neue Regelung. „Dann hat der Kreis die Stufe zwei erreicht. Da kommt dann zur Allgemeinverfügung des Landes hinzu, dass höchstens 100 Personen auf die Anlage dürfen - inklusive Spieler, Trainer und allen anderen Beteiligten“, erklärt Norbert Hölscher vom Sportdezernat der Stadt Werne. Die einzige Ausnahme: Wenn die Vereine ein Hygienekonzept haben, dürfen sie auch mehr Personen reinlassen. Bis zu 500 Zuschauer sind dann erlaubt.

Werner SC verzichtet auf Zuschauer

Auch der Werner SC hat ein Hygienekonzept, mit dem er 300 Zuschauer auf die Anlage im Lindert lassen könnte. Darauf wird der Landesligist allerdings verzichten. So wird der Werner SC ab sofort komplett ohne Zuschauer die Heimspiele bestreiten.

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„Theoretisch könnten wir Leute auf die Anlage lassen“, bestätigt Thomas Overmann, Fußballvorsitzender des Werner SC. „Wir werden aber trotzdem darauf verzichten. Für uns geht die Gesundheit einfach vor. Da wollen wir auf Sicherheit gehen. Wenn jemand gegen die Auflagen verstößt, wollen wir dafür nicht die Verantwortung tragen.“

Damit ist der Landesligist die erste Mannschaft in Werne, die diese harten Maßnahmen ergreift. A-Ligist Eintracht Werne hingegen musste nur beim Pokalspiel gegen den TuS Lohauserholz-Daberg auf einige Zuschauer verzichten und nur 100 Leute auf die Anlage lassen.

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„Wir haben bereits ein Hygienekonzept eingereicht, müssen das aber überarbeiten“, erklärt Sascha Hilmer, Geschäftsführer der Eintracht. „Ich denke aber, dass das im Laufe der Woche klappen wird.“ Dann könnte Eintracht Werne schon am Samstag beim Nachholspiel gegen den Hammer SportClub wieder mehr Zuschauer auf die Anlage lassen.

Der SV Stockum ist bereits jetzt mit einem Hygienekonzept ausgestattet. Aber Yassine Najih hat ohnehin keine Bedenken, die zulässige Personenzahl zu überschreiten. „Wir kommen ja eh immer durchschnittlich auf unsere 30 Zuschauer. Damit sind wir ja noch absolut im Rahmen.“

Was aber alle Vereine eint: Sie wollen sich in Zukunft noch disziplinierter an die selbstgesteckten Corona-Regeln halten. Auch Thomas Overmann erklärt: „Wir müssen jetzt alle vorsichtig sein. Die Gesundheit ist das wichtigste, da gibt es keine Diskussion.“

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