Wechsel vom Tisch: Darum bleibt Youssef Saado weiterhin beim Werner SC

dzWerner SC

In der Gerüchteküche wurde schon über den Abschied von Youssef Saado (29) aus Werne gemunkelt. Damit räumt der Allrounder nun auf. Der mögliche Wechsel ist vom Tisch. Das sind die Gründe.

von Marcel Schürmann

Werne

, 04.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Aus dem Lüner Raum“ wurde in den vergangenen Tagen das Gerücht verbreitet, dass Youssef Saado, Spieler des Fußball-Landesligisten Werner SC, in diesem Sommer möglicherweise vor einem Vereinswechsel steht. „Ich habe tatsächlich überlegt, etwas kürzerzutreten. Die Gedanken an einen Tapetenwechsel waren natürlich da“, sagte Saado im Gespräch mit dieser Redaktion. Dieses Gefühl habe der Allrounder des WSC, der sowohl auf der Stürmer-, der Sechser- als auch auf der Zehnerposition eingesetzt werden kann, bereits seit zwei Jahren.

„Diese Saison ist es wieder nichts geworden. Ich habe erneut beim WSC zugesagt“, meinte Saado mit einem Lachen in der Stimme. Vor dem 30. Juni, dem Stichtag für Vereinswechsel, hat Saado den WSC-Verantwortlichen seine Entscheidung mitgeteilt, ein weiteres Jahr für den Werner SC auflaufen zu wollen. „Ich hatte zuvor ein Gespräch mit unserem Trainer. Lars (Müller, Anm. d. Red.) meinte, er würde mich gerne behalten“, so Saado.

In der Folge habe er sich ein wenig Bedenkzeit erbeten. „Ich bin mit dem WSC vor zwei Jahren aufgestiegen, habe zweimal die Klasse gehalten. Da dachte ich schon daran, vielleicht mal etwas anderes zu machen“, gestand Saado. Zu Trainer Lars Müller habe er aber ein gutes Verhältnis: „Am Anfang ist bei einem neuen Trainer alles ungewohnt. Jetzt ist Lars aber schon zwei Jahre da. Wir kommen mittlerweile gut miteinander klar.“

Youssef Saado zwischen den Stühlen

Und dennoch war der Spieler hin- und hergerissen. Sollte er wirklich wechseln oder lieber doch nicht? Saado stand wieder zwischen den Stühlen. Ein Grund für Saados Unentschlossenheit: seine Eingeschränktheit, bei allen Trainingseinheiten mitwirken zu können. „Ich denke in erster Linie ans Training. Bei mir ist es mit meinen Schichten schon problematisch. Ich bin häufig auf Mittagsschicht und kann daher nicht immer an allen Einheiten teilnehmen. Auf Dauer ist es einfach zu wenig, nur einmal pro Woche zu trainieren“, sagte Saado. Bei einem anderen Verein, der etwa eine oder zwei Klassen tiefer aufläuft, „wäre das schon eher möglich gewesen“, so Saado weiter.

Zwei Anfragen soll Saado in der Sommerpause von anderen Vereinen erhalten haben. „Nach meiner Bedenkzeit habe ich mich dann aber schnell für den WSC entschieden. Ich will einfach weiter in der Landesliga spielen“, erzählte der 29-Jährige, der bereits in seine sechste Senioren-Saison beim WSC geht.

Eigengewächs und Rückkehrer

Bereits in der Jugend lief Saado für den WSC auf, wechselte später zum Ortsnachbarn SV Herbern, wo er auch sein Seniorendebüt gab. Über die Stationen Davaria Davensberg und Eintracht Werne - bei beiden Vereinen blieb Saado nur ein Jahr - zog es den damals 24-Jährigen im Sommer 2014 zurück zu seinem „Wunschverein“, wie er selbst sagt.

In der vergangenen Saison gehörte der erfahrene Spieler in der Hinrunde zur ersten Garde der Müller-Elf. Das war auch in der Rückrunde zu Beginn noch der Fall, ehe ihn eine Knieverletzung zuletzt bis zum Saisonende ausbremste. „Ich war über drei Monate raus“, berichtete Saado. Jetzt ist er wieder fit und hat sein Comeback bereits vor Augen: „Am 9. Juli beginnt unsere Vorbereitung. Ich nehme mir fest vor, dann wieder voll ins Mannschaftstraining einzusteigen.“ Im Moment mache das Knie keine Probleme. „Ob es klappt, merkt man aber erst, wenn man wieder regelmäßig trainiert“, so Saado.

Der Allrounder bleibt ein weiteres Jahr beim WSC. Für Saado bleibt zu hoffen, dass das Knie künftig hält und es auch mit der regelmäßigen Anwesenheit beim Training klappt.

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