Vom Verletzungspech verfolgt: René Nemitz will mit dem Werner SC in der Rückrunde angreifen

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Mittelfeldmann René Nemitz ist beim Werner SC in seiner ersten Seniorensaison. In der Rückrunde hat der 19-Jährige eine klare erste Priorität - und spricht ein großes Lob aus.

Werne

, 11.02.2020, 16:55 Uhr / Lesedauer: 3 min

Beim Werner SC hat René Nemitz den Sprung in den Seniorenbereich gewagt - von der A-Jugend des SV Westfalia Rhynern aus der Nachwuchs-Landesliga ins Team von Trainer Lars Müller in die Senioren-Landesliga. Der 19-Jährige war mit dem Ziel in die Saison gegangen, sich „so viel Spielzeit wie möglich“ zu bekommen und sich „an den Seniorenfußball zu gewöhnen“. Verletzungen machten dem vielseitigen Nemitz dabei einen Strich durch die Rechnung - doch nun will er wieder angreifen.

Nur sieben Spiele hat der Akteur, der sich sowohl im zentralen defensiven Mittelfeld als auch auf den Außenbahnen heimisch fühlt, in dieser Saison in der Liga absolvieren können. „Aufgrund der Verletzungen war nicht so viel möglich, aber wenn ich fit war, habe ich meine Einsatzzeiten bekommen“, erklärt Nemitz. „Nicht so viel, wie ich am Anfang gedacht habe, aber ich bin nicht davon ausgegangen, dass ich von Anfang an spiele, deswegen bin ich eigentlich zufrieden mit meiner Einsatzzeit.“

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In den ersten vier Saisonspielen wurde Nemitz vier Mal eingewechselt. Vor dem fünften, ausgerechnet dem Derby gegen den SV Herbern, brach dann eine alte Verletzung wieder auf. „Eine Schwellung im Knochen im rechten Sprunggelenk, das kann zwei Jahre dauern, bis es weggeht, aber bis zum Sim Jü (26. bis 29. Oktober 2019, Anm. d. Red.) war es dann weg und ich konnte wieder ins Training einsteigen“, berichtet Nemitz.

Am 3. November wechselte ihn Trainer Lars Müller gegen den SV Ahaus ein, ebenso in den beiden darauffolgenden Spielen gegen Westfalia Kinderhaus und den SV Mesum. Doch dann folgte bereits der nächste Rückschlag. „Das war wirklich nicht so schön, ich war gerade wieder reingekommen und habe mich direkt wieder verletzt“, so Nemitz. Im Trainingsbetrieb zog er sich einen Bänderan- und einen -abriss zu. Die nächste Zwangspause.

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Als der WSC am 14. Januar die Vorbereitung auf den Rückrundenstart an diesem Sonntag beim TuS Altenberge (15 Uhr, Rasenplatz, Sportzentrum 2, Altenberge) aufnimmt, trainiert Nemitz zunächst nur individuell. Erst nach zwei Wochen kann er sich dem Mannschaftstraining anschließen.

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Für die zweite Halbserie der Saison steht für den 19-Jährigen deshalb eines ganz klar im Vordergrund: „Erstmal hat die höchste Priorität, dass ich fit bleibe, und dann im nächsten Jahr richtig durchstarten kann“, sagt Nemitz. Möglichkeiten, sich auszuzeichnen, wünscht er sich natürlich trotzdem. „Ich hoffe, dass ich auf meine Spielzeit komme, wenn ich fit bleibe, und auch mal von Anfang an spiele.“

Mit dem Wechsel aus dem Jugend- in den Seniorenbereich hatte er bislang wenig Probleme. „Vom Spielerischen her fand ich es nicht so einen großen Sprung, aber vom Körperlichen her war es ein eindeutiger Unterschied“, sagt Nemitz und erklärt: „Die Zweikampfhärte ist viel härter als im Juniorenbereich, da wird nach einem härteren Reingehen nicht gemeckert, sondern direkt weitergemacht, aber da gewöhnt man sich dran.“

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Erleichtert wurde ihm der Sprung auch von seinen Teamkollegen. „Ich hatte es mir am Anfang schwer vorgestellt, aber als ich in die Mannschaft gekommen bin, wurde ich gut aufgenommen und habe mich nach einer Woche gefühlt, als wäre ich seit zwei, drei Jahren dabei“, schwärmt Nemitz.

Lob für das Training beim Werner SC

Und trotz seiner Zwangspausen hat der 19-Jährige in seinem halben Jahr beim WSC nach eigenem Empfinden bereits große Schritte nach vorne gemacht - was er auf die Übungseinheiten des Landesligisten zurückführt. „Das Training ist wirklich sehr gut. Es gibt viele verschiedene Übungen und man lernt sehr viel. Ich würde behaupten, dass ich mich vor allem durch das Wissen von Lars schon sehr viel verbessert habe. Den Unterschied zu den Trainern, die ich vorher hatte, merkt man“, lobt Nemitz.

Mit starken Leistungen im Training kann sich der 19-Jährige für die Aufgaben in der Liga empfehlen - und wenn der Körper ihm nicht wieder einen Strich durch die Rechnung macht, in der Rückrunde beim WSC noch einmal groß angreifen.

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