TVW-Trainer Thomas Kubiak: „Solange es mathematisch möglich ist, werden wir kämpfen“

Volleyball: Oberliga

Für die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne ist es eine schwierige Situation. Man sei realistisch, werde aber bis zum Ende um den Klassenerhalt kämpfen, verspricht Trainer Thomas Kubiak.

von Juri Kollhoff

Werne

, 20.02.2020, 17:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Thomas Kubiak gibt den Klassenerhalt noch nicht auf.

Thomas Kubiak gibt den Klassenerhalt noch nicht auf. © Jura Weitzel

Die Oberliga-Volleyballerinnen des TV Werne stehen fünf Spieltage vor Saisonende abgeschlagen auf dem letzten Tabellenplatz. Der Klassenerhalt ist zwar theoretisch noch möglich, aber die Chancen sind verschwindend gering. Im Interview spricht Wernes Trainer Thomas Kubiak über die Chancen auf den Klassenerhalt, mögliche Vorteile in der schwierigen Situation und das kommende Spiel gegen Hennen.

Sieben Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz sind ein ordentliches Brett – schafft der TV Werne noch den Klassenerhalt?

Wir machen uns keine großen Hoffnungen mehr und müssen realistischerweise schon Richtung Verbandsliga planen. Um Chancen im Rennen um den Klassenerhalt zu wahren, müssen glückliche Zufälle zusammenkommen. Solange es mathematisch möglich ist, werden wir natürlich kämpfen.

Ist ein Sieg gegen Hennen die letzte Möglichkeit im Klassenerhalt noch ein Wörtchen mitzureden?

Die letzte Chance ist es rein rechnerisch nicht, denn das ist auch davon abhängig wie die Konkurrenz spielt. Aber wenn wir ein Wunder haben wollen, dann müsste das jetzt passieren.

Hennen ist aktuell Tabellenvierter. Kann der Klub noch ins Aufstiegsrennen eingreifen?

Ja, Hennen gehört zu den Aufstiegskandidaten und so tritt das Team auch auf.

Was wollen Sie mit ihrem Team jetzt im Endspurt besser machen?

Wir müssen versuchen noch konsequenter im Angriff zu sein. Wenn wir in ein Tief geraten, muss ich als Trainer noch mehr Einfluss auf das Spiel nehmen und entscheidender eingreifen. Es liegt auch an mir, einen aktiveren Part einzunehmen. Die Mädels dürfen den Kopf nicht hängenlassen und müssen hochmotiviert bleiben, aber das sind sie auch.

Mit welchem Gameplan schicken sie ihr Team in das Heimspiel gegen Hennen?

Wir wollen von Anfang an Druck machen und gucken wie weit wir damit kommen. Wir haben nichts mehr zu verlieren und das kann unser Vorteil sein.

Wie tankt das Team das nötige Selbstvertrauen, das in dieser Saison über weite Strecken gefehlt hat?

Das Selbstvertrauen kommt erst mit den Siegen wieder, die Abstiegssaison von vor zwei Jahren spielt auch noch eine Rolle in den Köpfen. Aber dass der Druck jetzt erstmal raus ist, wird uns helfen, befreit aufzuspielen. Wir haben aber noch nicht aufgegeben.

Worauf ist die fehlende Konstanz in der laufenden Saison zurückzuführen?

Eigentlich haben wir jetzt eine gute, konstante Aufstellung gefunden. Der Grund, dass wir uns trotzdem so schwertun, ist der Klassenunterschied zwischen Verbands- und Oberliga. Es ist einfach ein spürbarer Unterschied. Wir hatten viele knappe Spiele, in denen uns auch etwas Glück gefehlt hat.

Gibt es noch ein konkretes Ziel für den restlichen Saisonverlauf?

Es wäre schön noch mindestens zwei Spiele zu gewinnen. Vor allem zu Hause, da wir bisher noch keinen Heimsieg einfahren konnten. Falls es zum Worst Case kommen sollte, dann wollen wir wenigstens nicht als Letzter rausgehen.

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