TVW-Damen müssen in die Relegation

Handball: Landesliga

Nach der Niederlage in Wattenscheid stehen drei Endspiele für die Handball-Damen des TV Werne an. Ob die Relegation überhaupt für den Ligaverbleib reicht, weiß keiner so genau.

Werne

, 12.05.2019, 20:13 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auch der Treffer von Myriam Hins konnte die Niederlage in Wattenscheid nicht verhindern.

Auch der Treffer von Myriam Hins konnte die Niederlage in Wattenscheid nicht verhindern. © Helga Felgenträger (A)

Die Meisterschaftsrunde ist vorbei. Die Handball-Damen des TV Werne haben ihr letztes Spiel in der Landesliga 3 verloren und die Chance auf den direkten Klassenerhalt verspielt. Nach der 27:33-Pleite in Wattenscheid am Samstag stehen nun drei weitere Endspiele für den TVW an – in der Abstiegsrelegation. Ob darin überhaupt der Ligaverbleib klargemacht werden kann, das weiß noch keiner.

Damen, Landesliaga 3

TV Wattenscheid - TV Werne

33:27 (17:12)

„Die Niederlage gegen Wattenscheid ist verdient, ganz klar“, sagt Werne-Coach Fabian Schwenk nach dem Spiel, „aber sie fällt viel zu hoch aus.“ Für den Handballtrainer habe seine Mannschaft lange Zeit auf Augenhöhe gespielt, aber es wegen zu vieler Zeitstrafen nicht geschafft, über 60 Minuten mit dem starken Gegner mitzuhalten. Schwenk: „Wir hatten 11:1-Zeitstrafen gegen uns. Wenn man ein Drittel des gesamten Spiels in Unterzahl spielt, wird es extrem schwer und fast schon unmöglich, etwas zu reißen – gerade gegen Wattenscheids starken Rückraum.“

In der Tat lagen die TVW-Damen in der Partie nur zweimal vorn; gleich zu Beginn führte die Schwenk-Sieben mit 2:0 und noch einmal mit 4:3. Danach zog Wattenscheid durch die vielen Überzahlsituationen allerdings davon.

Dass der TVW nun die Saison auf Platz zehn beendet und damit in die Abstiegsrelegation muss, lag aber nicht nur an der Niederlage in Wattenscheid. „Wir haben insgesamt zu viele Punkte liegengelassen, vor allem in den Spielen, in denen wir deutlich geführt haben, wie in Soest oder gegen TuRa Bergkamen“, nennt Schwenk zwei sinnbildliche Beispiele für die unterm Strich enttäuschende Saison.

Das Zittern geht weiter

Verloren ist allerdings noch nichts – die Chance auf den Ligaverbleib immer noch da. Dazu muss der TVW ab kommendem Sonntag, 19. Mai, drei Spiele in der Abstiegsrelegationsrunde überstehen, in der die Wernerinnen auf die drei weiteren Zehntplatzierten aus den drei anderen Landesliga-Staffeln treffen. Das Ziel des TVW liegt auf der Hand. „Wir wollen uns natürlich durchsetzen und jetzt über die Relegation den Klassenerhalt schaffen“, gibt sich Schwenk kämpferisch. Ob das überhaupt möglich ist, steht noch in den Sternen.

„Es weiß keiner, ob ein oder zwei Teams drinbleiben – oder auch gar keins. Das kommt immer darauf an, wer von oben absteigt“, so Schwenk. Der TVW muss also noch ein paar Wochen um die Ligazugehörigkeit in der kommenden Spielzeit zittern.

TV Werne: Kalwey, Schöße - Siebels (1), Buschmann (1), Schindelbauer (1), Hins (1), Drohmann (2), Hillebrand (6), Schöpper (1), Majchrzak, Stengl (2), Heinrich (4/1), Theisen (6/1), Goletz (2/1)

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