TV Werne Wasserfreunde absolvieren ihre Rennen jetzt online

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Eigentlich wären die TV Werne Wasserfreunde derzeit in der NRW-Liga regelmäßig am Start. Aufgrund des Coronavirus funktioniert das aktuell nicht - jetzt haben sie aber eine Alternative gefunden.

Werne

, 03.05.2020, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zum dritten Mal in Folge sind die Triathleten der TV Werne Wasserfreunde in der vergangenen Saison aufgestiegen. Eigentlich würden sie aktuell in der NRW-Liga um gute Platzierungen kämpfen. Das Coronavirus macht das aktuell natürlich unmöglich - jetzt haben sie eine Alternative gefunden.

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Nicht nur die Werner Triathleten nutzen schon lange die Online-App „Zwift“. Dort können sie mit ihrem eigenen Rad über die üblichen Distanzen fahren - sogar mit simulierten Anstiegen. „Fast alle professionellen Triathleten nutzen das sowieso. Allerdings eigentlich zum Trainieren“, erklärt Kamil Jablonski von den TV Werne Wasserfreunden.

Innerhalb der App gibt es allerdings auch die Möglichkeit, Events zu organisieren. Und ein solches hat jetzt eine Gruppe Hamburger Triathleten ins Leben gerufen - gewissermaßen als Ersatz für die Liga-Rennen. Über 30 Teams aus ganz Deutschland sind dabei. Unter anderem die TV Werne Wasserfreunde.

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„Wir sind durch Zufall darauf aufmerksam geworden“, berichtet Kamil Jablonski. „Dann habe ich die einfach mal angeschrieben, ob auch Teams aus NRW teilnehmen können. Sie können.“ Seit dem zweiten Rennen am 3. Mai sind die Werner nun auch dabei.

Kamil Jablonski: „Man vermisst den Wettkampf“

„Das macht schon Bock“, erzählt Kamil Jablonski, als wir ihn noch beim Ausfahren auf dem Rad erwischen. „Klar, wir können immer noch trainieren, aber man vermisst den Wettkampf. Und das war zwar jetzt nichts Offizielles, aber immerhin ein kleiner Ersatz.“

Beim zweiten Rennen der Serie waren drei Mitglieder der TV Werne Wasserfreunde dabei und sicherten sich einen Platz im Mittelfeld. „Das ist gut. Es sind ja auch Teams aus der ersten und zweiten Bundesliga dabei“, so Jablonski. Nächste Woche sind dann aber wohl noch mehr Jungs von uns dabei.“

Dass er jetzt - wenn auch nur digital - wieder mehr Kontakt zu seinen Teammitgliedern hat, freut den Lüner. „Es ist cool, dass wir da jetzt uns absprechen und zusammen arbeiten. Das macht natürlich umso mehr Spaß, das zusammen zu machen“, so Jablonski.

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Aber haben die Wasserfreunde dann nicht einen Nachteil in der achtteiligen Rennserie, wenn sie den ersten Wettkampf verpasst haben? „Nein, das ist kein Problem“, erklärt Jablonski. „Es werden eh nur die besten sechs Rennen in die Wertung aufgenommen.“

Am Sonntag war es für Kamil Jablonski eine verhältnismäßig kurze Strecke, die er auf dem Rad zurücklegen musste - 27 Kilometer inklusive eines Anstiegs. Bei seinem Ironman auf Hawaii saß er für insgesamt 180 Kilometer auf dem Rad.

Da dürften 27 Kilometer doch eine einfache Distanz sein oder? „Mit Sicherheit nicht“, schmunzelt Jablonski. „Das waren schon ordentliche Schmerzen, die kurze Distanz ist nichts für mich. Aber Spaß gemacht hat es trotzdem.“

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