Trotz Schock am ersten Turniertag: Ann-Kathrin Leisentritt wird Zweite

dzReitsport

Einige Reiter des Reitvereins St. Georg waren in den vergangenen Wochen erfolgreich. Bei der Westfälischen Meisterschaft konnte besonders Ann-Kathrin Leisentritt überzeugen - auch, wenn alles anders lief als geplant.

Werne

, 01.10.2020, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Westfälischen Meisterschaften in der Dressur am vergangenen Wochenende holte Ann-Kathrin Leisentritt bei den Junioren Silber. Für Leisentritt war es ein großer Erfolg, für den sie allerdings hart arbeiten musste, da der Wettkampf nicht so begann, wie sie es sich erhofft hatte.

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Am Freitag startete sie mit großen Ambitionen in die Meisterschaft. Alles lief nach Plan. Das Pferd wurde zum Wettbewerb ausgeladen und vorbereitet. Reiterin und Pferd waren für den Wettkampf bereit. Beim Einreiten dann der große Schock. Das Pferd renkte sich etwas aus und so musste das Duo mit einem Handicap in den Wettbewerb starten.

„Das war zum Auftakt sehr bitter“ für Ann-Kathrin Leisentritt

„Das war zum Auftakt sehr bitter. So konnten wir beide nicht zeigen, was wir können und was wir uns vorgenommen haben“, berichtet Leisentritt. Am Ende schafften es beide nicht in die Platzierung. Die Richter werteten ihren Durchlauf mit 66,847 Prozent.

Unmittelbar danach wurde sich um das Pferd gekümmert. „Es wurde dann auch direkt eingerenkt und wir konnten am Samstag normal starten“, erzählt die 17-Jährige. Mit ein wenig Sorgen und Vorsicht ging es in den zweiten Turniertag und da lief es - ein wenig zu Leisentritts Überraschung - auch ziemlich gut.

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In der zweiten Wertung der Dressurprüfung Kl. M** ritt sie mit einer Wertung von 68,640 Prozent auf Platz zwei. Die Freude darüber war natürlich groß: „Ich habe nach diesem Freitag eigentlich nicht damit gerechnet, dass der zweite Durchlauf so gut klappt.“

So landete sie nach dem Samstag in der Gesamtwertung auf Platz vier, nur einen halben Punkt hinter dem Bronzeplatz. Spätestens jetzt merkte die Wernerin, dass doch wieder etwas für sie möglich war. Was aber am Sonntag folgte, kam für Ann-Kathrin Leisentritt dennoch unerwartet.

Bei der finalen Kür erwischte die Reiterin einen Sahnetag. Sie zeigte die beste Kür von allen Teilnehmerinnen im Wettbewerb und landete mit 73,417 Prozent auf Platz eins. Mehr ging nicht. In der Gesamtwertung rutschte sie mit dem Sieg in der Kür auf Platz zwei und holte sich nach dem schlechten Start am Freitag die Silbermedaille bei den Westfälischen Meisterschaften.

„Nach der Vorgeschichte war ich über den zweiten Platz überrascht. Ich stand ja nach dem Freitag richtig unter Druck, weil ich an beiden Tagen unter die ersten drei kommen musste, um überhaupt noch auf das Treppchen zu kommen“, sagte Leisentritt.

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Die Ergebnisse zeigten, dass sie an beiden Tagen nervenstark war und die anderen Reiterinnen hinter sich ließ. Ob sie nach dem zweiten Platz darüber nachdachte, was möglich gewesen wäre, wenn es am ersten Tag besser gelaufen wäre? Leisentritt antwortete nüchtern: „Das hätte auch am zweiten oder dritten Tag passieren können. Es war einfach unglücklich, aber das kann im Reitsport passieren. Wichtig war, dass es dem Pferd gut ging.“

Für Leisentritt neigt sich die Saison langsam dem Ende zu. Die 17-Jährige blickt in ihrem letzten Juniorenjahr auf eine tolle Saison zurück. „Ich war bei den Deutschen Meisterschaften dabei und konnte nun Silber bei den Westfalenmeisterschaften holen. Einen besseren Abschluss hätte ich am vergangenen Wochenende nicht haben können“, erklärte sie.

Über ihre künftigen Pläne gab sie auch Auskunft: „Ich werde nun erstmal entspannt Urlaub machen und mich dann auf das kommende Jahr vorbereiten. Da werde ich dann bei den Jungen Reiterinnen auf dem S-Niveau mitreiten. Das wird auch eine Herausforderung, auf die ich mich freue.“

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