Trotz nahendem Saisonstart: Whitson vom SV Herbern weilt immer noch in Brasilien

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Whitson war im ersten Abschnitt der laufenden Saison der absolute Topstürmer des SV Herbern. Eigentlich wollte er nur über die Winterpause zu seiner Familie nach Brasilien fliegen. Eigentlich.

Herbern

, 10.02.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nur wenige Tage nach dem letzten Pflichtspiel 2019 hatte Whitson, Stürmer des SV Herbern, seine Koffer gepackt. Über den Jahreswechsel wollte der 30-Jährige zu seiner Familie nach Brasilien in den Heimaturlaub fliegen. Die Rückkehr nach Deutschland: Ungewiss, aber spätestens zum Ligaauftakt in 2020 wollte der Brasilianer wieder zurück sein.

Nun starten die Herberner mit einem Heimspiel gegen die SG Borken am Sonntag wieder in den Ligaalltag. Neben den Verletzten ist die Mannschaft aktuell eigentlich vollzählig. Eigentlich: Denn Whitson fehlt weiterhin.

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Auch Holger Möllers, Trainer des SV Herbern, weiß nicht, wann sein Topstürmer wieder in Deutschland aufschlägt. „Das ist aktuell noch völlig unklar“, so Möllers. „Es hat aber ja seine Gründe, dass er noch in Brasilien ist.“

Für seinen Rückflug nach Deutschland hat Whitson lediglich ein festgelegtes Budget zur Verfügung. Da die Flüge aber aktuell durchaus teuer sind und die Kostengrenze des Brasilianers weit überschreiten, ist eine Rückkehr aktuell kaum möglich.

„Whitson guckt jeden Tag, wie teuer die Flüge sind“

Das soll sich aber so schnell wie möglich ändern, weiß Holger Möllers: „Whitson guckt jeden Tag, wie teuer die Flüge sind und ob er einen davon nehmen kann. Sobald das möglich ist, wird er wiederkommen.“ Trainer und Spieler stehen für die Organisation ständig im Kontakt.

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In Herbern hatte Whitson auch in der Hinrunde wieder bewiesen, dass er für die Mannschaft eine wichtige Stütze sein kann. Mit sieben Treffern ist er Top-Torjäger der Herberner, wurde in allen 16 Ligaspielen eingesetzt. Auch einige entscheidende Treffer hat der Brasilianer bereits beigesteuert.

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Doch trotz der Abwesenheit des Topstürmers macht sich Holger Möllers keine Sorgen um die Qualitäten seiner Offensivabteilung. „Ich mache mir da überhaupt keine Gedanken. Es haben einige Jungs in der Vorbereitung gezeigt, wie stark sie sind“, so Möllers. Zuletzt hatte sich besonders Julian Trapp mit seinen drei Treffern gegen den Westfalenligisten SuS Neuenkirchen in den Vordergrund gespielt. Auch Nika Amoev könnte für Whitson zum Einsatz kommen.

Außerdem wäre Whitson wohl auch bei einer rechtzeitigen Rückkehr - trotz seiner Leistungen aus der Hinrunde - nicht gesetzt gewesen in der Herberner Startformation. „Natürlich ist Whitson stark und ein guter Spieler“, so Möllers. „Aber er hat die komplette Vorbereitung verpasst. Da haben wir im Sturm ja eigentlich ein Luxusproblem.“

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