Trotz 21:20-Sieg ist der Verbleib der Handballfrauen des TV Werne noch nicht sicher

Frauen-Handball: Relegation

Ein 21:20-Sieg für die Handballfrauen des TV Werne zum Abschluss der Relegation in der Landesliga. Ob das für den Verbleib in der Liga reicht? Das ist noch ungewiss.

Werne

, 02.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Trotz 21:20-Sieg ist der Verbleib der Handballfrauen des TV Werne noch nicht sicher

Daniela Theisen traf doppelt für den TV Werne beim 21:20-Erfolg gegen Hillentrup. © Jürgen Weitzel

Am Ende hatten die Handballdamen des TV Werne noch mal alles gegeben. Das letzte Relegationsspiel? Mit 21:20 gegen den bis dahin ungeschlagen TSV Hillentrup gewonnen. Selbst Interimscoach Rals Wolters war danach aus der Puste. „Ich weiß nicht, wie lange wir kein Tor mehr gemacht haben. Gefühlt eine Viertelstunde.“

Es waren genau neun Minuten und 59 Sekunden, die ohne Tor blieben für die TVW-Damen in der zweiten Hälfte. Das gute dabei: Der TV Werne hat mit drei Toren geführt und in diesen fast zehn Minuten auch kein Gegentor kassiert. „Die Abwehr hat gut gestanden“, erklärte Wolters, der aber noch einen anderen Grund ausgemacht hatte: Torfrau Ira Schösse. „Das war gestützt auf einer überragenden Torfrau, die einfach noch mal alles reingehauen hat. Ohne sie wäre das Ding sicherlich nicht so knapp über die Ziellinie gerutscht.“

Schön kombiniert

Schösse hat dabei ihre starke Relegations-Form beibehalten. Bereits in den Spielen zuvor präsentierte sie sich als sicherer Rückhalt für die Wernerinnen. Hinzu kam, dass sie erste Spielgestalterin des Werner Angriffsspiels war. Ihre weiten Abwürfe fanden oft Linda Hillebrand, die nur noch einwerfen musste. Hillebrand erzielte die meisten Treffer der Wernerinnen, insgesamt acht Stück. Oftmals reichte die schnelle Schösse-Hillebrand-Kombination dafür aus. Ein guter Moment in der Verteidigung, das schnelle Umschalten von Schösse und Hillebrand. Ein weiteres Tor. So einfach kann Handball sein.

Vor allem in der Anfangsphase der ersten Hälfte war es nicht so einfach für den TVW. Eine schnelle Führung von Werne wandelten die Gäste in einen 5:9-Rückstand aus Werner Sicht um. Zwei Zwei-Minuten-Strafen gegen Denise Heinrich innerhalb von nur drei Minuten taten ihr übriges dazu bei. Doch dann fingen sich die TVW-Damen, kämpften sich zurück und gingen nach rund 20 Minuten zum ersten Mal wieder in Führung, die sie dann nicht mehr aus der Hand gaben.

Drei Spiele, zwei Siege

Jetzt haben die TVW-Damen aus drei Spielen zwei Siege geholt. Genau so wie Hillentrup und die HSG Wetter/Grundschöttel. Normalerweise würde dann der direkte Vergleich zählen, da sich aber alle Teams jeweils gegenseitig geschlagen haben, wird wohl die Tordifferenz entscheiden, wie auch Wolters befürchtet: „Wir haben drei Mannschaften mit 4:2. Normalerweise haben wir den direkten Vergleich. Dann nehme ich mal an, müsste das Torverhältnis zählen. Wir haben leider nicht das aller beste Torverhältnis.“ Während Hillentrup und Wetter/Grundschöttel positive Differenzen vorweisen können, hat der TVW minus vier Tore auf seiner Seite stehen. Das würde aktuell bedeuten die Wernerinnen stehen auf Platz drei.

Nach Informationen unserer Redaktion ist die Drittliga-Bürgschaft des DJK/MJC Trier nicht beim Deutschen Handball-Bund eingetroffen. Da Trier dadurch keine Mannschaft in der dritten Liga stellt, rücken Teams aus den unteren Ligen auf. Davon würde aktuell dann der Tabellendritte der Relegation profitieren – der TV Werne. Über die endgültige Entscheidung will man sich beim TVW dann morgen informieren. „Eine andere Möglichkeit haben wir ja erstmal nicht“, erklärte Wolters.

TV Werne: Schösse - Siebels, Lang, Schindelbauer (1), Majchrzak, Hillebrand (8), Schöpper (5), A. Majchrzak, Stengl, Heinrich (1), Theisen (2), Goletz (1), Buschmann, Hins (3)

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