Trainer Zakaria Slimani verlässt den SV Stockum

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Zakaria Slimani legt sein Amt als Trainer des SV Stockum nieder. Diese Nachricht verkündete der 37-Jährige selbst am Montag. Das sind die Gründe.

Stockum

, 09.12.2019, 16:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist die zweite Hiobsbotschaft für den SV Stockum innerhalb weniger Wochen: Nach dem Geschäftsführer und Sportlichen Leiter Yassine Najih legt auch Zakaria Slimani sein Amt als Trainer der ersten Mannschaft nieder. Die Gründe liegen für ihn nicht nur in der aktuellen sportlichen Situation des abstiegsbedrohten Vereins.

„Es ist auch für mich selbst schade, aber ich kann diesen Kraftakt nicht mehr leisten“, sagt der 37-Jährige. Bereits vor etwas mehr als zwei Wochen hatte er dem Verein seine Entscheidung mitgeteilt. Auch mit der Mannschaft hat er bereits gesprochen: „Den Jungs habe ich das vor dem Spiel gegen Wiescherhöfen gesagt. Da waren schon auch einige traurig.“

Das Problem war nicht das Sportliche

An der Entscheidung des 37-Jährigen ändert das jedoch nichts. Das Problem sei für ihn nicht unbedingt das Sportliche, sondern oft das Drumherum - und das nicht erst seit seinem Amtsantritt als Trainer der ersten Mannschaft in der Winterpause der vergangenen Saison.

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„Ich habe das in den letzten drei, vier Jahren immer wieder miterlebt, dass hier immer wieder ein Umbruch gestaltet werden muss. Das hat am Anfang vielleicht Spaß gemacht, ist aber irgendwann auch schwierig“, sagt Zakaria Slimani. Für einen erneuten Umbruch, der in diesem Winter anstehen dürfte, habe er einfach nicht mehr die Motivation gehabt.

In erster Linie denkt der 37-Jährige bei seiner Entscheidung aber an den Verein. Er selber habe nicht mehr danach entscheiden können, was das Beste für die Mannschaft ist, erklärt Slimani: „Ich kannte den Verein zu gut, hab nicht nur auf die Mannschaft, sondern auch auf alle drumherum geachtet. Das macht die Arbeit auch nicht einfacher.“

„Die Mannschaft braucht im besten Fall einen externen Trainer“

Bei seinem Nachfolger wünscht er sich, dass das anders wird. „Die Mannschaft braucht wahrscheinlich im besten Fall einen externen Trainer, der nur auf sich und das Team und nicht auf das Ganze drumherum schaut“, so Slimani.

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Und auch für eine neue Personalsituation sollte sein Nachfolger möglichst sorgen: „Ein neuer Trainer muss glaube ich auch Spieler mitbringen. Es braucht ein gefestigtes Team, um aus dieser schwierigen Situation herauszukommen.“

Ganz wird Zakaria Slimani den Stockumern aber nicht den Rücken kehren, verspricht er. „Der Verein liegt mir am Herzen, ich war hier fast zehn Jahre. Natürlich werde ich da auch in der Rückrunde mir einige Spiele angucken und zu der Mannschaft halten“, so Slimani.

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