Tor aberkannt, kein Elfmeter, Verletzung: Harter Spieltag für Youssef Saado vom Werner SC

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Nach der 0:3-Pleite gegen Deuten haderte Youssef Saado, Spieler des Werner SC, auch mit dem Schiedsrichter. Aber nicht nur das: Der 29-Jährige musste verletzt ausgewechselt werden.

Werne

, 15.10.2019, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war einfach nicht der Tag von Youssef Saado, Spieler des Fußball-Landesligisten Werner SC. Beim Spiel gegen Rot-Weiß Deuten wurde ihm ein Tor aberkannt und ein Elfmeter nicht gegeben. Doch was noch viel schwerer wiegt: In der Strafstoßsituation verletzte er sich.

„Der Ball wurde gut auf mich durchgesteckt, ich bin dann alleine auf den Torwart zugelaufen“, beschreibt der 29-Jährige die Szene. Dann sei alles ganz schnell gegangen, der Torwart sei ihm entgegengekommen und habe ihn ganz klar getroffen. „Dann bin ich gefallen. Das war für mich ein glasklarer Elfmeter“, sagt Youssef Saado.

Auch sein Trainer Lars Müller sieht das ähnlich. „Das war definitiv ein Strafstoß. Das haben mir auch viele Deutener nach dem Spiel gesagt“, ärgert er sich. Beim Stand von 0:0 hätte das Spiel da wohl in eine andere Richtung laufen können. „Das haben einfach alle gesehen und die Pfeife bleibt trotzdem stumm“, sagt Youssef Saado.

Saado: „Irgendwas an den Adduktoren ist kaputt“

Doch was den 29-Jährigen noch viel mehr ärgert: Bei der strittigen Strafstoßsituation verletzte er sich und musste ausgewechselt werden. „Irgendwas an den Adduktoren ist kaputt. Was es genau ist, kann ich bis jetzt noch nicht sagen“, gibt er frustriert die erste Diagnose an.

An Fußball ist da derzeit nicht zu denken. Die Verletzung sorgt schon im Alltag bei dem Werner derzeit für große Schmerzen. „Ich muss zugeben, ich hatte jetzt zwei wirklich schmerzhafte Nächte“, sagt er. „Außerdem kann ich im Moment nur humpeln, das ist alles andere als gut.“

Einsatz am Sonntag ist fraglich

Ein möglicher Einsatz im Spiel am Sonntag gegen die SG Borken ist für ihn derzeit in weite Ferne gerückt. „Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass es fürs Wochenende reicht“, sagt der 29-Jährige. Danach folgt dann sowieso eine einwöchige Spielpause, in der er Zeit hätte, sich auszukurieren.

Tor aberkannt, kein Elfmeter, Verletzung: Harter Spieltag für Youssef Saado vom Werner SC

Gegen Deuten verletzte sich Youssef Saado. Seine Ausfallzeit ist fraglich. © Pieper

„Es wäre schade für uns, wenn er ausfällt“, sagt WSC-Trainer Lars Müller. „Er hat bisher in dieser Saison jedes Spiel gemacht und uns enorm weitergeholfen.“ Der 29-Jährige sei ein wichtiger Spieler auf dem Platz und würde der Mannschaft bei einem möglichen Ausfall sehr fehlen, so Müller weiter.

„Natürlich ärgert mich das, vor allem weil ich gerade super fit bin“, sagt Youssef Saado auch noch zwei Tage nach dem Spiel über seine Verletzung. Bisher habe er sich gut gefühlt in dieser Saison. Zwar ist seine Tore-Ausbeute mit drei Treffern noch nicht so groß, aber diverse Vorlagen gehen auf das Konto des 29-Jährigen.

Traumtor wird abgepfiffen

Zudem wäre am Sonntag gegen Deuten fast noch ein weiteres Tor dazu gekommen. Und das war ein echtes Traumtor: Nach einem Eckball der Deutener chipte ein Mitspieler den Ball vorne rein. Saado kam aus der Tiefe und vollendete mit einem Traumvolley.

Doch schnell kam die Ernüchterung. Der Linienrichter hob die Fahne, es wurde auf Abseits entschieden. „Das kann gar nicht sein. Ich habe noch Abwehrspieler gesehen, die vor mir standen“, sagt Youssef Saado. Er mutmaßt: „Wahrscheinlich war sich der Linienrichter unsicher, es waren ja gegenläufige Bewegungen. Da ist er einfach auf Sicherheit gegangen.“

So muss Saado weiter auf seinen vierten Treffer warten. Das nächste Mal angreifen möchte er im Spiel gegen Eintracht Ahaus nach der Pause: „Ich denke, das ist realistisch und hoffe, dass es dann wieder geht.“

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