SV Stockum kassiert 3:8-Pleite beim Tabellennachbarn

Fußball: Kreisliga A

War‘s das schon im Abstiegskampf? Am letzten Spieltag vor der Winterpause ging der SV Stockum beim direkten Konkurrenten, TuS Wiescherhöfen II, mit 3:8 baden.

von Marcel Schürmann

Stockum

, 08.12.2019, 21:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
SV Stockum kassiert 3:8-Pleite beim Tabellennachbarn

Anis Bouaid (l.) und der SV Stockum stecken tief im Abstiegskampf. Wiescherhöfen landet Befreiungsschlag. © Marcel Schürmann


Dadurch verschärft sich die Situation für die abstiegsbedrohten Stockumer weiter – der Abstand zum rettenden Ufer beträgt schon sechs Zähler. Coach Zakaria Slimani hat den Mut noch nicht verloren.

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Wiescherhöfen II - SV Stockum 8:3 (4:3)

Was dem SVS Hoffnung machen kann? Die erste Halbzeit. Den frühen 0:1-Rückstand nach einer Ecke (2.) egalisierte Hamza Laoudi postwendend. Nach einem langen Pass von Marin Medjedovic landete der Ball bei dem Stürmer, der trocken abzog; der Ausgleich (2.).

Doch die Freude der Gäste währte nicht lange. Nur sechs Minuten später traf Wiescherhöfen zur erneuten Führung (8.). Die Stockumer hatten den Schock noch nicht überwunden, da schlugen die Gastgeber erneut zu. Doppelt. Erst bugsierte Jonas Thörner den Ball nach einer Hereingabe ins eigene Tor (13.), nur Sekunden später traf David Wündisch per direktem Freistoß zum 4:1 (13.).

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Stockum gab sich nicht auf und kam ebenfalls zu einem Doppelschlag. Youness Rissane verkürzte mit einem Tor aus der eigenen Hälfte auf 2:4 (35.). Sanel Mehovic schoss die Gäste zwei Minuten später bis auf 3:4 heran (37.).

Nach dem Seitenwechsel – der zweite Durchgang lief gerade ein paar Sekunden – flog Marin Medjedovic mit Rot vom Platz. Er soll eine Tätlichkeit verübt haben. Stockums Kapitän haderte lange mit der Entscheidung, wollte den Platz erst gar nicht verlassen. SVS-Coach Zakaria Slimani verteidigte seinen Schützling nach dem Spiel: „Die Entscheidung kann ich so nicht akzeptieren. Das Foul vorher an uns war ganz klar Rot. Youness (Rissane, Anm. d. Red.) schubst, aber Marin hat nichts gemacht.“

Nach dem 3:5 (63.) spielte Stockum weiter nach vorne, belohnte sich aber nicht mehr. Stattdessen schraubten die Gastgeber den Spielstand in Überzahl in den letzten Minuten noch auf 8:3 hoch.

„Wir haben blöde Standardgegentore bekommen, aber ansonsten lange das Spiel gemacht“, sah Slimani auch Lichtblicke im Stockumer Spiel. „Trotzdem ist die Niederlage am Ende okay.“

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