SV Herbern und Werner SC bleiben in einer Liga - treffen aber auf sechs neue Teams

dzFußball

Die Staffeleinteilungen für die überkreislichen Ligen sind raus. Der Werner SC und der SV Herbern bleiben wie zu erwarten in der Landesliga 4, treffen aber gleich auf sechs neue Vereine.

Werne, Herbern

, 27.07.2020, 11:26 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf die Spieler der Landesliga-Teams vom Werner SC und vom SV Herbern wartet eine kürzere, dafür aber intensive Saison. Schon im Vorfeld war klar, dass die Ligen auf 18 Mannschaften aufgestockt werden, zwei mehr als in einer normalen Saison. Und das, obwohl der Spielbetrieb erst im September beginnt. Jetzt steht auch fest, wer neu dazukommt - darunter ist eine Überraschung.

Am Montag veröffentlichte der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) nämlich die Einteilung für die überkreislichen Ligen. Gleich sechs neue Teams sind in der Landesliga 4 dazu gekommen. Während fünf der Aufsteiger im Vorfeld schon absehbar waren, ist mit der IG Bönen als Ligen-Wechsler eine Überraschung dazugekommen.

Das Team rückte nach, weil der SC Münster seine erste Mannschaft vergangene Saison zurückgezogen hatte. Bönen wurde aus der Landesliga 3 in die vierte Staffel verschoben - und hat zum Start der Vorbereitung schon ambitionierte Ziele ausgerufen.

Im „Westfälischen Anzeiger“ erklärte Trainer Ferhat Cerci, dass man um den Aufstieg mitspielen wolle. Herberns neuer Trainer Benjamin Siegert traut den Bönenern dies durchaus zu: „Wenn man sieht, wen die sich geholt haben, werden die auf jeden Fall im oberen Drittel mitspielen.“

Weiteres Derby für den SV Herbern

Thomas Overmann, Fußballvorsitzender vom Werner SC, möchte sich da nicht so festlegen. „Die werden ja so hoch gehandelt, aber ich kann die nicht so einordnen.“ Die Bönener hatten sich stark verstärkt, unter anderem mit Arif Et von Borussia Dortmund II. Für den 20. August ist auch eigentlich ein Testspiel gegen den Werner SC geplant, nun wolle man mit Blick auf den Spielplan aber gucken, ob dies noch stattfindet.

Durch die Einteilung kommt für die Herberner vielleicht ein neues, kleines Derby dazu: Der Nachbar SV Drensteinfurt ist als Aufsteiger aus der Bezirksliga 7 neu dabei. Für Herberns neuen Trainer Benjamin Siegert muss sich Drensteinfurt aber erst noch beweisen. „Vielleicht wird es dann mal irgendwann als Topspiel gesehen mit Derbycharakter.“ Dennoch sieht er den Nachbarn als eine der Mannschaften, die oben mitspielen wird. „Die werden für einige Überraschungen sorgen.“

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Nach einem Jahr Pause ist auch die SG Bockum-Hövel zurück in der Staffel 4. Die Hammer Mannschaft war in der Saison 2018/19 schon mal in der Landesliga, stieg aber direkt wieder ab in die Bezirksliga 7, von wo sie - aufgrund der Corona-Einteilung - als Tabellenzweiter den direkten Wiederaufstieg schaffte.

Overmann freut sich auf die drei neuen Teams, auch aus einem ganz pragmatischen Grund - die Anfahrtswege sind kürzer. Und die Spiele gegen Bockum-Hövel haben für das Werner Fußball-Urgestein auch einen Traditionscharakter: „Vor 30 Jahren war das das Derby schlechthin, wenn SSV Werne auf die SG getroffen ist. Da waren so 1000 Zuschauer im Freiherr-von-Stein-Stadion.“

„Es wird extrem anstrengend“

Ebenfalls neu dabei sind TuS Haltern II (Aufsteiger Bezirksliga 11), Vorwärts Wettringen und Borussia Münster (beide aus der Bezirksliga 12). Mit nunmehr 18 Mannschaften statt 16 kommen vier Spiele mehr insgesamt dazu. Und das, obwohl die Liga erst am 6. September startet. Es wird also wahrscheinlich mehr Englische Wochen geben, „oder die Pausen werden kürzer“, mutmaßt Stan Overmann.

„Es wird auf jeden Fall extrem anstrengend“, ist sich Siegert sicher. „Gut, dass wir so eine junge und große Mannschaft haben“, meint der Herberner Coach scherzend. Auch beim WSC ist man sich sicher, genügend Spieler zu haben. „Und zur Not haben wir ja noch ein paar Spieler mit Landesliga-Erfahrung in der Zweiten“, so Overmann. Gemeint sind damit Oliver Winter, Mondrian Runde und Christof Zilligen.

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