SV Herbern schwört sich mit einem Gievenbecker auf Pokalfinale gegen 1. FC Gievenbeck ein

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Beim Abschlusstraining des SVH stand am Dienstag der Torschuss im Fokus. Oscar Cabrera hat den Härtetest bestanden, ein Wackelkandidat ist Keeper Leo Fenker. Auch ein Gievenbecker war dabei.

von Marcel Schürmann

Herbern

, 28.05.2019, 22:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit welchem Torwart spielt der SVH am Donnerstag? „Es kann passieren, dass Leo (Leonhard Fenker, Anm. d. Red.) am Donnerstag nach dem Aufwärmen sagt: ‚Es geht nicht.‘ Aber auch mit dem dritten Torwart, Timo Zurloh, würde ich mir keine Sorgen machen - auch wenn er diese Saison nur wenig gespielt hat“, sagt Martin Eickmeyer, Torwart- und Athletiktrainer des Fußball-Landesligisten SV Herbern während des Abschlusstrainings der Herberner Mannschaft, die am Donnerstag in Roxel (16 Uhr, Tilbecker Straße 34, 48161 Münster) gegen den Noch-Oberligisten Gievenbeck um den Kreispokal spielt.

Der Ersatztorwart ist ein Wackelkandidat, sein Einsatz wegen Schulterproblemen noch fraglich. Dennoch mischte Fenker knapp eine Stunde lang mit beim „letzten Anschwitzen“ vor dem Spiel des Jahres für den SV Herbern, das fast ganz im Sinne des Torabschlusses stand. Er war gut gefordert. Mit ihm standen noch 15 weitere Spieler auf dem Platz, die aus allen Lagen Torschuss um Torschuss abfeuerten.

Oscar Cabrera meldet sich fit

Herberns etatmäßige Nummer eins, Sven Freitag, fehlt der Mannschaft seit Wochenbeginn, „da er zu früh Urlaub gebucht hat“, sagt SVH-Physio Patrick Meistrell mit einem süffisanten Lächeln. „Damals hatte er das Finale wohl noch nicht auf dem Schirm.“

Rechtzeitig fit meldete sich jedenfalls Herberns scheidender Spanier Oscar Cabrera, der wegen einer Fußprellung zuletzt kürzertreten musste. Am Dienstag stieg er aber vor seinem letzten Spiel für den SVH wieder voll ins Training ein. „Er hat den Härtetest bestanden und wird spielen können“, urteilte Herberns Cheftrainer Holger Müllers nach dem Abschlusstraining. Lediglich Michael Schulte und Abdo Gara werden wegen ihrer Oberschenkelverletzungen definitiv ausfallen.

SV Herbern schwört sich mit einem Gievenbecker auf Pokalfinale gegen 1. FC Gievenbeck ein

Konnte wieder voll mittrainieren: Oscar Cabrera. © Schürmann

Gievenbecker Spionage auf Herberns Trainingsgelände?

Während Gara beim Abschlusstraining zusah, musste er feststellen, dass auch ein junger Mann dabei war, der vor allem wegen seines roten Gievenbeck-Trainingspullovers auffiel.

Ein Spion vor dem Finale? Mitnichten! David Wrobel spielte bis 2018 in der A-Jugend des 1. FC Gievenbeck, wechselte dann zu Fichte Bielefeld. Der 19-Jährige hatte erst am Sonntag Kontakt zu Herberns U19-Trainer Simeon Uhlenbrock aufgenommen, da er eine neue Herausforderung sucht. „Simeon hat mich direkt an Holger Möllers verwiesen und so war ich heute das erste Mal da“, erzählt der Abwehrmann, der in der Innenverteidigung und auf den Außenbahnen eingesetzt werden kann.

SV Herbern schwört sich mit einem Gievenbecker auf Pokalfinale gegen 1. FC Gievenbeck ein

Hatte sichtlich Spaß bei seinem Probetraining in Herbern: der ehemalige Gievenbecker David Wrobel. © Schürmann

Dass er ausgerechnet zwei Tage vor dem Endspiel ein Gievenbeck-Pullover anhatte - für Möllers kein schlechtes Omen: „Ganz ehrlich, wir können doch nur gewinnen und Gievenbeck als Oberligist alles verlieren. Wir haben Respekt, wissen aber ganz genau, dass alles möglich ist."

Am Mittwoch ist erst einmal Regeneration angesagt, bevor es am Donnerstag dann ernst wird. „Wir freuen uns riesig und hoffen auf eine große Kulisse“, so abschließend Herberns Sportlicher Leiter, Frank Heidemann, der sogar einen Fanbus nach Roxel einsetzen wird.

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