So reagieren der SV Herbern und der Werner SC auf die Fußball-Staffeleinteilung

dzFußball-Staffeleinteilung

Die Staffeleinteilung der überkreislichen Fußballligen ist da. Das sagen die Vereinsverantwortlichen des Werner SC und SV Herbern zu den neuen Ligen. Eine Überraschung war auch dabei.

von Marcel Schürmann

Werne, Herbern

, 01.07.2019, 18:03 Uhr / Lesedauer: 2 min

Am Montagmittag hat der Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) die Staffeleinteilung der überkreislichen Fußballligen veröffentlich. Wie erwartet sind die beiden heimischen überkreislichen Herrenteams, Werner SC und SV Herbern, vom FLVW wieder der Landesliga-Staffel 4 zugeordnet worden. Auch für Herberns Damenteam gab es keine große Änderung; die SVH-Frauen bleiben wie gehabt in der Landesliga-Staffel 3.

„Für uns war klar, dass wir in der 4 bleiben“, berichtet Herberns Sportlicher Leiter Frank Heidemann, der sein Amt am Montagabend niederlegte und sich künftig nur noch um das Scouting des Vereins kümmern wird. Etwas überrascht sei er aber doch gewesen: „Dass der TuS Wiescherhöfen von der Staffel 3 in die 4 zu uns gelost wurde, damit haben wir nicht gerechnet. Wir haben spekuliert, dass es die Spielvereinigung Beckum sein wird, die als Westfalenliga-Absteiger zu uns stößt. Der Verein war schon mal bei uns in der Staffel.“ Beckum landete jedoch in der Staffel 1 und Wiescherhöfen wurde der 4 zugelost.

Heidemann: „Aufsteiger treffen auf gestandene Liga“

Generell sieht Heidemann die Landesliga 4 ähnlich gut aufgestellt wie in der abgelaufenen Saison. „Mit dem SC Altenrheine (Meister Bezirksliga 12, Anm. d. Red.) kommt eine sehr gute Mannschaft hoch, die haben eine gute Truppe, das wissen wir. Auch den SV Deuten (Meister Bezirksliga 11, Anm. d. Red.) haben wir schon mal kennengelernt und auch die haben eine gute Mannschaft“, so Heidemann. „Aber der VfB Hüls und die SG Bockum-Hövel sind vor der letzten Saison souverän Meister geworden und beide am Ende der abgelaufenen Spielzeit direkt wieder abgestiegen. Da muss man einfach gucken, wie sich die beiden neuen Aufsteiger einführen, denn sie treffen auf eine gestandene Liga.“

Und weiter: „Wir haben zwar Nottuln als Aufsteiger verloren, aber ich denke, dass der SV Mesum als Westfalenliga-Absteiger nicht viel schlechter sein wird.“ Von dem Rückzug des SC Münster 08 profitiere die Liga laut Heidemann jetzt sogar: „Viele Spieler von 08 sind in die Nachbarvereine zu Kinderhaus, Roxel und Altenberge gegangen, die sich dadurch natürlich ordentlich verstärkt haben.“ Zur Zielsetzung meinte Heidemann: „Wir werden nicht sagen: Den Abstieg machen Altenrheine und Deuten jetzt unter sich aus. Das wird nicht passieren. Wir schauen auf uns und wissen, dass wir mindestens 30, 32 Punkte holen müssen, wenn wir die Liga halten wollen.“

Overmann findet Wiescherhöfen „interessant“

Auch Thomas Overmann, Fußball-Boss des Werner SC, war etwas überrascht von der Zugruppierung des TuS Wiescherhöfen: „Dass der TuS nun zu uns gewechselt ist, ist ja interessant. Ich finde es gut, denn das liegt bei uns in der Nähe. Dass Mesum wieder zurück zu uns kommt, war irgendwie klar.“ Aufsteiger Altenrheine habe laut Overmann immer einen guten Fußball gespielt, was für die Liga gut sei: „So haben wir auch weiterhin eine richtig gute Qualität. Die Ecke um Rheine ist sowieso immer bekannt für guten Fußball.“

Einen speziellen Wunsch hatten die Werner nicht bezüglich einer speziellen Staffel. „Für uns war nur wichtig, weiterhin mit Herbern in einer Gruppe zu sein. Die Bedeutung des Derbys ist ja überall bekannt. Schön wäre es gewesen, wenn Nordkirchen es geschafft hätte. Wir haben uns ja damals mit Absicht für den Kreis Münster entschieden, allein von der Mentalität und Qualität her. Der Kreis passt besser zu uns, da sind wir sehr zufrieden mit.“

Herberns Frauen freuen sich auf Spiele mit Derbycharakter

Frank Große-Budde, der neue Frauen-Trainer des SV Herbern, hat die Staffeleinteilung auch schon studiert; die SVH-Frauen bleiben wie gehabt in der Landesliga-Staffel 3. „Ich freue mich, dass wir Amelsbüren als Aufsteiger zugelost bekommen haben. Schon in unserem Aufstiegsjahr vor zwei Jahren hatten diese Spiele einen gewissen Derbycharakter. Da ging es immer heiß her.“

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